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	<title>Herbert Weitemeier &#8211; Anja Röhl</title>
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	<title>Herbert Weitemeier &#8211; Anja Röhl</title>
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	<item>
		<title>Weitemeier &#8211; Salon: Gedichte gegen den Krieg &#8211; Lesung + Klaviermusik  &#8211; Matineé am 26.4.26</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2026 19:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbert Weitemeier]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Sonntag, den 26. April 2026 um 11 Uhr lädt der Weitemeier Freundeskreis in den &#8222;Weitemeier-Salon&#8220; ins Atelier Kiehlufer 43, 12059 Berlin zu einer Gedichtlesung mit Klaviermusik ein. Die Bilder von Weitemeier anschauen, den Gedichten lauschen, und über den schon 1998, viel zu früh verstorbenen Künstler sprechen, der als 10-Jähriger, zusammen mit seinem kleinen Bruder,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Am Sonntag,  den 26. April 2026 um 11 Uhr lädt der Weitemeier Freundeskreis in den &#8222;Weitemeier-Salon&#8220; ins Atelier Kiehlufer 43, 12059 Berlin zu einer Gedichtlesung mit Klaviermusik ein. </strong></p>



<p>Die Bilder von Weitemeier anschauen, den Gedichten lauschen, und über den schon 1998, viel zu früh verstorbenen Künstler sprechen, der als 10-Jähriger, zusammen mit seinem kleinen Bruder, nach Monaten einer entsetzlichen Flucht durch die Kriegsfronten, in ein Berlin schwarzer Ruinen zurückkam und die große sterbende Stadt, so schrecklich sie auch aussah, doch das einzige Zuhause darstellte, das er hatte. Inmitten von Kreuzberg, in einem schmutzigen, halb zerstörten Haus, fand er seine Mutter und seine Geschwister wieder. Sie hatten überlebt.  </p>



<p>Monatelang saß er danach traumatisiert auf ausgebrannten Dachböden und malte. Er malte die Häuser, deren schwarze, leere Fensterhöhlen, die gleichsam Wunden der Menschen zu sein schienen. Häuser, die leer, verlassen und zerstört oder halb zerstört waren, Häuser, von deren Dächern man sich herunterstürzen möchte, Häuser, die Fluchtburgen und Gräber sind. Seine Zeichnungen und Ölgemälde von Häuser- und Altbaufronten Berlins scheinen lebendig zu sein, sie scheinen aus den Bildern gradezu herauszutreten. </p>



<p>So wie Käthe Kollwitz Menschen, so malt Weitemeier seine Häuser, sie scheinen zu weinen, sie stoßen stumme Schreie aus, sie stehen allein und zusammen, einsam und gemeinsam, aber immer als Mahnung gegen den Krieg und als Aufschrei gegen das, was Menschen und deren Höllen-Maschinen ihnen hatten antun können.  Das bedeutenste Werk Weitemeiers: <strong>&#8222;Wer Bunker baut, wirft auch Bomben&#8220;</strong> in 1,90 x 1,80 cm, Mittelpunkt des kleinen Salons am Kiehlufer 43, wird ab jetzt regelmäßg im &#8222;Weitemeier-Salon&#8220; im Kiehlufer 43, 12059 Berlin gezeigt, dazu sind weitere Weitemeier &#8211; Bilder aus einem Nachlass zu sehen und viele von ihnen auch käuflich zu erwerben.</p>



<p><strong>Kommt alle, am 26. April 2024 um 11 Uhr, ins Kiehlufer 43, 12059 Berlin, nahe Wildenbruchplatz, Vh, 4. Stock</strong></p>



<p><strong>Die nächsten Weitemeier-Salon-Termine sind die folgenden: </strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Soireé zum Antikriegstag</strong>, Dienstag, den 1.September um 17 Uhr</li>



<li><strong>Matineé im November</strong>, Sonntag, den 29. November um 11 Uhr </li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Weitemeier &#8211; Weihnachts- Matinee´ im &#8222;Atelier Kiehlufer&#8220;</title>
		<link>https://anjaroehl.de/weitemeier-weihnachts-matinee-im-atelier-kiehlufer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2025 07:21:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbert Weitemeier]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Zur Weihnachts-Matinee´ am 20.12.25 um 11 Uhr lädt der "Freundeskreis Herbert Weitemeier ins Kiehlufer 43 ein]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am Samstag, den 20.12.25 um 11 Uhr lädt der <strong>&#8222;Freundeskreis Herbert Weitemeier&#8220;</strong> zu einer kleinen <strong>Weitemeier-Weihnachts-Matinee´ </strong>im &#8222;Atelier Kiehlufer&#8220; in Neukölln <strong>(bei RÖHL, Kiehlufer 43, 12069 Berlin)</strong> mit Musik, Frühstück und einer Verkaufsausstellung von Bildern des <strong>Herbert Weitemeier</strong>.</p>



<p>Kleines Input zum Thema <strong>KRIEGSKIND Herbert Weitemeier </strong>von ANJA RÖHL</p>



<p>Am <strong>20.12.25 um 11 Uhr</strong>, bei <strong>RÖHL</strong>, Kiehlufer 43, 12059 Berlin, nahe Wildenbruchplatz</p>



<p></p>
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		<title>Wer Bunker baut, wirft auch Bomben &#8211;  Ausstellungseröffnung am 29. Juni 2025 um 11 Uhr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2025 13:17:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbert Weitemeier]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausstellungseröffnung: "Wer Bunker baut, wirft auch Bomben" mit Bildern des Malers Herbert Weitemeier, fidnet am 29. Juni 2025 um 11 Uhr statt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Hiermit lädt das <strong>&#8222;Atelier Kiehlufer&#8220; </strong>zu einer <strong>Ausstellungseröffnung mit Werken von Herbert Weitemeier </strong>ein. Ab <strong>29. Juni 2025 um 11 Uhr </strong>ist im &#8222;Atelier Kiehlufer&#8220;, Kiehlufer 43, 12059 Berlin, auf Initiative der Autorin <a href="http://www.anjaroehl.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anja Röhl</a>, die sich intensiv mit Herbert Weitemeiers Werk auseinandergesetzt hat, eine kleine Ausstellung mit vielen Leihgaben zu sehen. Kernstück der Ausstellung ist das große Ölgemälde „Wer Bunker baut, wirft auch Bomben“, welches man als Vermächtnis des Malers ansehen kann, denn es war eines seiner letzten Bilder, bevor er 1998 starb.<em> „Es ist für mich eines der eindrucksvollsten Gemälde der heutigen Moderne, denn es enthält eine Mahnung, warnt vor einem erneuten Krieg, und erinnert an den vor 80 Jahren mit einer völligen Verwüstung zuende gegangenen letzten Krieg. Krieg und Zerstörung von Häusern, in seinem Heimatbezirk Kreuzberg, waren für Herbert Weitemeier Themen, die ihn über viele Jahrzehnte umtrieben, seine Häuser sind lebendig, sie sprechen und weinen, sie erzählen ihre Geschichten.“</em> (Anja Röhl) Besuch auf Anfrage ab 29. Juni 2025. Kontakt gern unter: 0176-24324947.</p>



<p>Ort: <strong>Kiehlufer 43, 12059 Berlin, </strong></p>



<p>Am: <strong>29. Juni um 11 Uhr</strong></p>



<p>Eintritt gegen Spende, Kleinigkeiten zum Büfet können mitgebracht werden, Kunstinteressierte, Gäste, der Freundeskreis des Malers Herbert Weitemeier, sowie alle Neugierigen sind herzlich willkommen </p>



<p class="has-text-align-center"><strong><a href="https://anjaroehl.de/herbert-weitemeier/" title="Vorstellung des Malers">Vorstellung des Malers</a></strong></p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Herbert Weitemeier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Apr 2025 12:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbert Weitemeier]]></category>
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					<description><![CDATA[Kurze Vorstellung des Malers Herbert Weitemeier, eine Sammlung seiner Bilder wird ab 29.Juni 2025 (11 Uhr Matinee´) dauerhaft im Atelier Kiehlufer 43 in 12059 Berlin zu sehen sein]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bedeutender realistischer Maler der 60 -90er Jahre. Er lebte in Berlin und Südfrankreich, er malte sterbende Häuser. Häuser, die wie Gesichter aussehen, Häuser der Jahrhundertwende, gezeichnet von den Kriegen und der Zerstörung durch Profit, Häuser der Apokalypse. Häuser, die weinen, Häuser, die stumm stehen und mahnen. <span style="font-size: revert;">Herbert Weitemeier malte bedrückende, große Bilder, die etwas aussagen: Nein zu Krieg und Gewalt. Nein zur Zerstörung. Seine Bilder waren riesig, gedacht für Museen. Er starb 1998. Der Freundeskreis um &#8222;Jimmy&#8220;, wie sein Spitzname lautete, der ihm einst als 10-jähriger von amerikanischen Soldaten gegeben wurde, als er mit Kippensammeln zum Lebensunterhalt beitrug, bemüht sich seit einigen Jahren um die Aufrechterhaltung und Würdigung seines Werkes, um die Verbreitung seiner Kunst und die Würdigung einer realistischen Malweise, die nicht nur der Wirklichkeit, sondern der Wahrheit dient.</span></p>
<p><b>Eine kleine Sammlung seiner Kunst mit vielen Leihgaben ist ab 29. Juni 2025 (11 Uhr Matinee´) im Atelier Kiehlufer 43, 12059 Berlin zu sehen, Kernstück der Ausstellung ist das große Ölgemälde (180 x 175): „Wer Bunker baut, wirft auch Bomben“, welches man als Vermächtnis des todkranken Malers ansehen kann, denn es war eines seiner letzten Bilder, bevor er 1998 starb. Es ist für mich eines der eindrucksvollsten Gemälde der heutigen Moderne, es enthält eine Mahnung, warnt vor einem erneuten Krieg, und erinnert an den vor 80 Jahren mit einer völligen Verwüstung zuende gegangenen letzten Krieg. Krieg und Zerstörung von Häusern, in seinem Heimatbezirk Kreuzberg, waren für ihn Themen, die ihn über viele Jahrzehnte umtrieben, seine Häuser sind lebendig, sie sprechen und weinen, sie erzählen ihre Geschichten. Besuch auf Anfrage ab Juni 2025: 0176-24324947</b></p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="cHbYEc2rpf"><p><a href="https://anjaroehl.de/wer-bunker-baut-wirft-auch-bomben-ausstellungseroeffnung-am-29-juni-2025-um-11-uhr/">Wer Bunker baut, wirft auch Bomben &#8211;  Ausstellungseröffnung am 29. Juni 2025 um 11 Uhr</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Wer Bunker baut, wirft auch Bomben &#8211;  Ausstellungseröffnung am 29. Juni 2025 um 11 Uhr&#8220; &#8212; Anja Röhl" src="https://anjaroehl.de/wer-bunker-baut-wirft-auch-bomben-ausstellungseroeffnung-am-29-juni-2025-um-11-uhr/embed/#?secret=rlVcKwjm5G#?secret=cHbYEc2rpf" data-secret="cHbYEc2rpf" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Weitere Bilder um den Maler kennenzulernen, finden Sie beim <strong><a href="https://www.herbertweitemeier.de/">Freundeskreis Herbert Weitemeier</a></strong>, die am Aufbau eines umfänglichen Werkverzeichnisses arbeiten.</p>
<p><i style="font-size: revert;">Foto: Paul Glaser</i></p>
<p>Weiteres zu Herbert Weitemeier: in <a href="https://anjaroehl.de/herbert-weitemeier-ein-vergessener-maler/">deutsch</a>, und in <a href="https://anjaroehl.de/who-builds-bunkers-also-drops-bombs-remembering-the-painter-herbert-weitemeier/">englisch</a></p>
<p>Herbert Weitemeier</p>
<p>&#8230; is a significant realistic painter of the 1960s to 1990s. He lived in Berlin and Southern France, where he painted dying houses. Houses that resemble faces, houses from the turn of the century, marked by wars and the ravages of time, houses of the apocalypse. Houses that weep, houses that silently perish and serve as a reminder.</p>
<p>Herbert Weitemeier created oppressive, large paintings that convey a message: No to war and violence. No to destruction. His works were intended for museums. He passed away in 1998. The circle of friends around &#8222;Jimmy,&#8220; as he called himself, strives to preserve and honor his legacy, to spread his art, and to appreciate a realistic style of painting that serves not only reality but also truth.</p>
<p>More about Herbert Weitemeier: in German and in English</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Herbert Weitemeier &#8211; Ausstellung in Kreuzberg &#8211; Galerie Halit Art</title>
		<link>https://anjaroehl.de/herbert-weitemeier-ausstellung-in-kreuzberg-galerie-halit-art/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Feb 2024 13:13:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbert Weitemeier]]></category>
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					<description><![CDATA[Beschreibung einer Ausstellung von Bildern des fast vergessenen Künstlers Herbert Weitemeier in Kreuzberg am 23.8.24]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-left">Am 23.8.24 werden seit gestern (23.8.) erstmalig seit einigen Jahren wieder Bilder von Herbert Weitemeier gezeigt. Kurator ist <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Hoffmann_(Grafiker)" title="Hugo Hoffmann">Hugo Hoffmann</a></strong>, ein Weggefährte von „Jimmy“, wie den Maler seine Freunde nannten, er hat eine sehr besondere Ausstellung zusammengestellt. Ausgewählte Zeichnungen, Grafiken und Bilder aus fast vier Jahrzehnten. Zu den Bildern von Weitemeier zeigt die Ausstellung auch Arbeiten von Trautberg Erbe und Peter Sauernheimer, die zusammen mit Herbert Weitemeier 1960 die Galerie Kreuzberger Forum in Riemers Hofgarten, in der Großbeerenstrasse 57 gründeten. (siehe auch <a href="https://anjaroehl.de/herbert-weitemeier/" title="Artikel">Artikel</a>, sowie die <a href="https://www.herbertweitemeier.de/" title="Webseite">Webseite</a> des Freundeskreises Herbert Weitemeier) <br><br>Deutlich wird, Herbert Weitemeier ist ein Ausnahmetalent, stets malte er auf riesigen Bildern, die in den großen Museen der Welt hängen könnten. Er bevorzugt den kritischen Realismus, der einen schonungslosen Blick auf seine Zeit richtet. Das aber zu einer Zeit, wo Wirklichkeit verklärt, unter den Teppich gekehrt und umgedeutet werden musste und daher nicht gefragt war. Die abstrakte Kunst lag im Trend, die Künstler mit kritischem oder unkonventionellen Blick waren nicht angesagt. Als diese sich in Kreuzberg mit Ostrealisten freundschaftlich austauschen hatten, wurde aber auch das scheel beäugt. Geheimdienste und Behörden von beiden Seiten hatten die Gruppe im Visier und so kam es, dass die Kreuzberger Boheme, wie sie sich später nannte, nie wirklich hoch kam. Das ist ein Fehler. Der wird einem bewusst, wenn man die Bilder von Herbert Weitemeier anschaut. Heute haben sie uns, nach meinem Gefühl, mehr als je zu sagen, sie wirken in ihrer Melancholie, in ihrem Symbolismus, in ihrem politischen Gehalt und mit ihren von Zeit geprägten Gesichtern über ihre Entstehung hinaus ins Heute hinein. Am<strong> 7. September um 17 Uhr findet eine Lesung </strong>mit Texten zu Ehren von Weitemeier statt, und ein kleines Büchlein über den Künstler Weitemeier wird vorgestellt. <strong>Finissage ist am 10.9.24 um 16 Uhr</strong>, gleicher Ort: <br><strong>Herbert „Jimmy“ Weitemeier &#8211; Galerie Halit Art, Kreuzbergstrasse 72, 10965 Berlin</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1423-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-6426" srcset="https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1423-1024x768.jpeg 1024w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1423-300x225.jpeg 300w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1423-768x576.jpeg 768w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1423-1536x1152.jpeg 1536w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1423-2048x1536.jpeg 2048w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1423-800x600.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1433-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-6438" style="width:772px;height:1029px" srcset="https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1433-768x1024.jpeg 768w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1433-225x300.jpeg 225w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1433-1152x1536.jpeg 1152w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1433-1536x2048.jpeg 1536w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1433-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Mutter des Künstlers</figcaption></figure>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1440-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-6439" srcset="https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1440-1024x768.jpeg 1024w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1440-300x225.jpeg 300w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1440-768x576.jpeg 768w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1440-1536x1152.jpeg 1536w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1440-2048x1536.jpeg 2048w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2024/08/IMG_1440-800x600.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Verarbeitung mit 10.000.- DM -Fahndungsplakat der Journalistin Ulrike Meinhof, einen Tag nach der Baaderbefreiung, nachweislich hatte sie nicht geschossen, aber der Schütze wurde nie belangt, weder gesucht, noch wurde je sein Name öffentlich</figcaption></figure>
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		<title>Wer Bunker baut, wirft auch Bomben &#8211; Erinnerung an den Maler Herbert Weitemeier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2021 00:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbert Weitemeier]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausführliche Vorstellung des Malers Herbert Weitemeier, der als großer Realist und Berliner Maler nicht vergessen werden sollte. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>12.3.15 / jw Feuilleton/</em></p>
<h3>Kunst aus Gegenden, die man Städte nennt: Ein vergessener Maler aus Berlin-Kreuzberg.</h3>
<p><strong><a href="http://www.anjaroehl.de/wp-content/uploads/2015/03/Weitemeier-zwei.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-3851" title="Wer Bunker baut, wirft am Ende auch Bomben" src="http://www.anjaroehl.de/wp-content/uploads/2015/03/Weitemeier-zwei-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2015/03/Weitemeier-zwei-300x200.jpg 300w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2015/03/Weitemeier-zwei-1024x683.jpg 1024w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2015/03/Weitemeier-zwei-768x512.jpg 768w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2015/03/Weitemeier-zwei-1536x1024.jpg 1536w, https://anjaroehl.de/wp-content/uploads/2015/03/Weitemeier-zwei-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Die Ansicht einer Kreuzberger Häuserfront. Ineinander verschachtelte Altbauten. Die Häuser wirken gekrümmt. Sie schlängeln sich, scheinen wie Erdschichten ineinander geschoben. Als breche sie jemand auf und lege ihr Inneres frei. Dazwischen Menschen, winzig klein. Sie schwanken einzeln, zwischen den Schächten, tanzen, fliehen und stürzen herab. Sie sind Gespenster, die sich mit Vögeln vermischen, auffliegen und in Richtung Himmel größer werden.</strong></p>
<p>Schaut man genauer hin, sind die Häuser Gesichtern ähnlich. Dunkle Löcher die Fenster, grau verwischt die Fassaden. Alles ist schwarz, braun, dreckig, halb kaputt. Plakatfetzen hängen an der Wand, sie spenden hellere Farben. Im Hintergrund thront ein Bunker wie eine Burg. Darauf steht mit roter Schrift geschrieben: »Wer Bunker baut, wirft auch Bomben!« Eine Abwandlung von: »Wer Bücher verbrennt, verbrennt am Ende auch Menschen«. Beides steckt in dem Bild: Krieg, Zerstörung, Wiederaufrüstung, neue Zerstörung. Das Bild hat Herbert Weitemeier 1994 gemalt, vier Jahre vor seinem Tod.</p>
<p><strong>Die Kohlfurter</strong></p>
<p>Die Kohlfurter Straße in Berlin-Kreuzberg ist kurz. Man übersieht sie leicht. Sie liegt inmitten eines Neubaukomplexes, der in den 1960er Jahren geplant wurde. Die Straße entstand hundert Jahre früher, als Häuser in Billigbauweise für Fabrikarbeiter aus Polen hochgezogen wurden, mit schmalen Häusern und bescheidenen Wohnungen. Die Straße geht vom Wassertorplatz ab und führt zum Kanal hin. Nach Norden ist sie durch die Hochbahntrasse begrenzt, die den Verlauf der ehemaligen Berliner Stadtmauer markiert, die über die Hauptverkehrsader Skalitzer Straße nach Süden führt.</p>
<p>Ehrgeizige Architekten, denen Millionen versprochen wurden, wollten hier in den 60er Jahren einen völlig neuen Stadtteil bauen. An die 30. 000 Bewohner sollten aus ihren Altbauten, die der Krieg übrig gelassen hatte, »umgesetzt« werden. Nach Bekanntgabe der Pläne investierten die Hausbesitzer nicht mehr. Die Mieter sollten wegziehen. Hausbesitzer ließen ihre Häuser verrotten oder räucherten die Mieter aus. So kam es, dass sich in den sechziger, frühen siebziger Jahren in Kreuzberg ein Bild zeigte, ähnlich wie in der unmittelbaren Nachkriegszeit: Flächen voller Ruinen, Brachlandschaften, Schutthalden. Dagegen formierte sich die Hausbesetzerbewegung. Nur ihr ist es zu verdanken, dass die Baupläne ins Stocken gerieten.</p>
<p>Das Haus Kohlfurter Straße Nummer 39 ist ein Überbleibsel. Es hat die sogenannte Stadterneuerung mit der Abrißbirne überlebt. Dort wurde am 12.3.1935 der Maler Herbert Weitemeier geboren. Sein Vater zeigte ihm, wie man zeichnet. Er war begabt. Dann kam der Krieg, und er sah den Vater nur noch, wenn der Urlaub von der Front bekam. Den Krieg merkte man auch sonst. Als Herbert sieben war, beherrschte der Bombenalarm seinen Tagesrhythmus.</p>
<p><strong>Einfach weg</strong></p>
<p>Ende 1944 wurde er als Neunjähriger, sowie sein Bruder mit sieben Jahren allein nach Aussig, dem heutigen Ústí nad Labem in Tschechien,  zu einer entfernten Verwandten gebracht. Dort schien alles ruhig, die Tante war nett, bloß eines Tages war sie nicht mehr da. »Einfach weg«, sagte die Nachbarin, und Herbert fasste sofort den Entschluss, zu Fuß nach Berlin zurückzukehren. Er und sein Bruder zogen nun mit den Flüchtlingsströmen und erlebten sechs Monate Grauen. Er hat davon immer wieder träumen müssen: Tiefflieger, Tote und immer wieder Prügel für die Kinder und Gebrüll. Dazu die ständige Verantwortung für den kleineren Bruder, eine schwere Bürde für den Neunjährigen. Auf dem Weg nach Berlin landen die beiden Brüder in fürchterlichen Heimen, werden von Nonnen bewacht, angebunden, geschlagen, ausgefragt, ausgeschimpft und wieder geschlagen. Und doch können die beiden immer wieder fliehen. Welche Kraft hat der kleine Herbert da bewiesen! Und welche Einsamkeit und Verzweiflung muss ihn auch immer befallen haben! Viele Kinder marodierten damals durch<span style="font-size: revert;"> die erodierenden Frontlinien. Sie hatten nichts und lebten fast wie die Tiere. Am besten war es noch, wenn sie sich zu Banden zusammenschlossen, wie Brecht es im Kinderkreuzzug besungen hat.</span></p>
<p>Wie Herbert und sein kleiner Bruder es geschafft haben, endlich nach Hause zu kommen, ist nicht bekannt. Aber man weiß, dass die beiden ständig in Streit gerieten. Der Krieg hatte sich in ihnen erhalten. Und draußen war alles kaputt. Ruinen statt Häuser, und wo Straßen waren, gibt es nur enge Wege zwischen Bergen aus Steinen. Ihr Haus in der Kohlfurter Straße stand noch. Eine kleine Schwester war gestorben, die ältere drängte ihn zu zeichnen. Zu essen und zu heizen gab es nichts, das musste alles geklaut werden, und der Vater kam nicht, er hatte die Familie verlassen. Erst viel später kam er zum Sterben zu seiner Ursprungsfamilie zurück. Die Mutter und die Schwester zogen gemeinsam fünf Jungen groß.</p>
<p>Schutthalden und Ruinen waren ihre Spiel- und Handelsplätze. Die Kinder spielten mit Splittern, Eisenteilen, Haushaltsschrott und vielleicht Waffen, die man überall finden konnte, mit Zigaretten, die zum Tauschen nützlich waren und mit Alkohol, der das Vergessen erleichterte.</p>
<p>Als Herbert 13 Jahre alt wurde, wollte er als Artist in den Zirkus. Statt dessen ging er als Lehrling in eine Tischlerei. Die Schwester sagte, er solle sein Talent nicht verschwenden. Am Ende besteht er die Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule, ohne Abitur. Darauf war er sehr stolz.</p>
<p><strong>Das Malenmüssen</strong></p>
<p>Man sagt, Kriegskindern könne man nichts vormachen, am wenigsten denen, die sich ihre Bilder des Grauens erhalten hatten, und die nicht vergessen konnten. Sie mussten, wie Weitemeier, produzieren, sie konnten nicht anders.</p>
<p>Die reine Kunst ist nicht sein Thema. Er war ein Realist, die abstrakte Kunst sagte ihm nichts. Er wollte zeichnen und malen und hatte dazu tausend Pläne. Die Zeit, die er an der Uni verbrachte, bis sie ihn rauswarfen, fehlte ihm beim Malen oder beim Geldverdienen. So sah er das.</p>
<p>Er ging für ein halbes Jahr an die Pariser Kunsthochschule. Um in Frankreich leben zu können, malte er bunte Blumen- und Strandimpressionen, die er an Touristen verkaufte. In Deutschland verrichtete er Gelegenheitsarbeiten, die nichts mit Malerei zu tun hatten. Davon konnte er immer eine Weile leben und malen.</p>
<p>Wenn er zu viel malte, geriet er in Not. Dann musste er seinen Rasierapparat und seinen Heizlüfter verpfänden, und abends bei Kerzenlicht sitzen, nur damit er mehr Farbe und Leinwand kaufen konnte. Meist malte er auf großen Sperrholzplatten, die er mit dunkel bemalten Leisten als Rahmen versah. Fast immer wählte er riesengroße Bildformate, für die er eine Leiter brauchte.</p>
<p>Die Wirtin der »Kleinen Weltlaterne«, seiner Stammkneipe in der Kohlfurter Straße, überredete er, Bilder von ihm und anderen Malern auszustellen. Daraus wurde eine ganze Bewegung. Es gab Aufmerksamkeit. Die »Kreuzberger Boheme« war ein loser Zusammenschluss von Malern und Autoren, Druckern und Grafikern, Lebenskünstlern und anderen Verrückten, die allesamt »etwas sagen wollen«.</p>
<p>Ab 1960 hatte er Einzel- und Gruppen Ausstellungen bis in die 90er Jahre. In seinen Bildern malte er das, was er erfahren hatte, und das, was er sah. Kriegserlebnisse malte er nie, sie kommen aber indirekt vor, scheinen durch. Etwa in seinen urbanen Wüstenruinen: »Gegenden, die man Städte nennt« sagte sein Freund Roland Neumann dazu. Peter Sauernheimer hat 1979, anlässlich einer Ausstellung von Jimmy in Charlottenburg versucht, poetische Worte zu finden für das, was die Bilder für ihn waren: »Wirf einen Blick auf die Prozession der zerbrechlichen Häuser, im Meer versunkenen Felsen ähnlich, und doch wohnen Menschen darin / Geh in die Höfe, wo das kleine Gras vergeblich gegen die Gelbsucht kämpft«.</p>
<p>Eine zeitlang lebte Jimmy in Südfrankreich, mit einer Frau und einem Sohn. 1995 bekam er Amyotrophe Lateralsklerose, eine seltene Nervenkrankheit, diagnostiziert. In deren Verlauf erlitt er eine von den Händen ausgehende Lähmung. Eine Katastrophe. Bis 1996 malte er noch, dann fiel ihm der Pinsel aus der Hand. 1997 organisiert sein Sohn Sebastian in Vallauris an der Cote D’Azur eine letzte große Ausstellung für ihn. Er starb 1998.</p>
<p>Weitemeiers Kunst spricht für sich. Sie erzählt Geschichten, nicht eine, mehrere. Sie langweilt nicht, man kann sich an ihr festsehen. Man entdeckt immer neue Sachen. Man kann sich in seinen Bildern bewegen. Dieses Werk ist heute weitgehend vergessen, das muss sich ändern.</p>
<p><a href="https://www.herbertweitemeier.de/werkbiographie">https://www.herbertweitemeier.de/werkbiographie</a></p>
<p><a href="https://fhxb-museum.de/fhxb_lp/objekte.php?type=t&amp;s=1774">https://fhxb-museum.de/fhxb_lp/objekte.php?type=t&amp;s=1774</a></p>
<p><a href="https://www.weitemeier-jimmy.de/">https://www.weitemeier-jimmy.de/</a></p>
<p><a href="https://kunsthandel-stradmann.de/gemaelde/herbert-weitemeier-variete/">https://kunsthandel-stradmann.de/gemaelde/herbert-weitemeier-variete/</a></p>
<p>Hier der Text in <a href="https://anjaroehl.de/who-builds-bunkers-also-drops-bombs-remembering-the-painter-herbert-weitemeier/">englisch</a></p>
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		<title>Who builds bunkers, also drops bombs &#8211; remembering the painter Herbert Weitemeier</title>
		<link>https://anjaroehl.de/who-builds-bunkers-also-drops-bombs-remembering-the-painter-herbert-weitemeier/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Oct 2016 07:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbert Weitemeier]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Short introduction of the painter Herbert Weitemeier, of whom I am happy to show some pictures in the studio Kiehlufer 43 on request]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-right"><strong>Art from places called cities: A forgotten painter from Berlin-Kreuzberg.</strong></p>



<p>The view of a Kreuzberg building facade. Interlocked old buildings. The houses appear curved. They twist and seem to be pushed into&nbsp;each other like layers of earth. It&#8217;s as if someone has broken them open, revealing their interiors. Amidst them, tiny people. They sway&nbsp;individually, between the shafts, dancing, fleeing, and falling. They are ghosts mingling with birds, taking flight and growing larger towards&nbsp;the sky.</p>



<p>Looking closer, the houses resemble faces. Dark holes for windows, the facades blurred in gray. Everything is black, brown, dirty, half-ruined. Torn posters hang on the wall, providing brighter colors. In the background, a bunker stands like a fortress. On it is written in red&nbsp;letters: &#8222;Who builds bunkers also drops bombs!&#8220; An adaptation of: &#8222;Those who burn books will ultimately burn people.&#8220; Both are&nbsp;encapsulated in the painting: war, destruction, rearmament, new destruction. Herbert Weitemeier painted this in 1994, four years before&nbsp;his death.</p>



<p><strong>Kohlfurter</strong></p>



<p>Kohlfurter Straße in Berlin-Kreuzberg is short. It&#8217;s easy to overlook. It lies within a complex of new buildings planned in the 1960s. The&nbsp;street was created a hundred years earlier, with narrow houses and modest apartments built cheaply for factory workers from Poland.&nbsp;The street starts from Wassertorplatz and leads to the canal. To the north, it is bounded by the elevated railway track, marking the course&nbsp;of the former Berlin city wall, leading south along the main artery of Skalitzer Straße.</p>



<p>Ambitious architects promised millions to create an entirely new neighborhood here in the 1960s. Around 30,000 residents were to be&nbsp;&#8222;relocated&#8220; from their old buildings left by the war. After the plans were announced, property owners stopped investing. Tenants were&nbsp;supposed to move away. Property owners let their buildings decay or drove out the tenants. This led to a situation in Kreuzberg in the&nbsp;sixties and early seventies, reminiscent of the immediate post-war period: areas filled with ruins, wastelands, and heaps of rubble. The&nbsp;squatter movement emerged in response to this. It is thanks to them that the construction plans stalled.</p>



<p>Kohlfurter Straße Number 39 is a remnant. It survived the so-called urban renewal with the wrecking ball. On March 12, 1935, the painter&nbsp;Herbert Weitemeier was born there. His father taught him how to draw. He was talented. Then came the war, and he only saw his father&nbsp;when he got leave from the front. The war affected everything, even Herbert&#8217;s daily life when he was seven, the air raid alarm dominated&nbsp;his daily rhythm.</p>



<p><strong>Simply gone</strong></p>



<p>In late 1944, he and his brother were taken to a distant relative in Aussig, now Ústí nad Labem in the Czech Republic. Everything&nbsp;seemed calm there; the aunt was kind, but one day, she was gone. &#8222;Just gone,&#8220; said the neighbor, and Herbert immediately decided to&nbsp;return to Berlin. He and his brother traveled with refugee streams and endured six months of hardship. He had recurring dreams of it: low-flying planes, death, and constant beatings and shouting. On their way back to Berlin, the two brothers ended up in some kind of&nbsp;institution, where they were watched by nuns, tied up, beaten, interrogated, scolded, and beaten again. Yet they managed to escape.&nbsp;Since then, he has been known as Jimmy.</p>



<p>Children marauded through eroding frontlines. They lived almost like animals and stole wherever they went. It was best when they formed&nbsp;gangs, as Brecht sang about in the &#8222;Kinderkreuzzug&#8220; (Children&#8217;s Crusade).</p>



<p>It is not known how they managed to finally return home, but it is known that the two brothers constantly quarreled. The war had left its&nbsp;mark on them. And outside, everything was broken. Ruins instead of houses, and where there were streets, there were only narrow paths&nbsp;between piles of stones. Their house on Kohlfurter Straße was still standing. A younger sister had died, and the older one urged him to&nbsp;draw. There was nothing to eat or heat the house with; everything had to be stolen, and their father never came back and would never&nbsp;come back. The mother and sister raised five boys together.</p>



<p>Piles of rubble and ruins were their playgrounds and trading places. The children played with shards, pieces of iron, household scraps,&nbsp;and perhaps weapons that could be found everywhere, with cigarettes useful for trading, and with alcohol that facilitated forgetting.</p>



<p>When Herbert turned 13, he wanted to be an artist in the circus. Instead, he became an apprentice in a carpentry workshop. His sister&nbsp;told him not to waste his talent. In the end, he passed the entrance exam to the art school without a high school diploma. He was very&nbsp;proud of that.</p>



<p><strong>The compulsion to paint</strong></p>



<p>It is said that you can&#8217;t fool war children, especially not those who had preserved their images of horror and could not forget. They, like&nbsp;Weitemeier, had to produce; they couldn&#8217;t do otherwise.</p>



<p>Pure art was not his focus. He was a realist; abstract art meant nothing to him. He wanted to draw and paint and had a thousand plans&nbsp;for it. The time he spent at university, until they expelled him, was time taken away from painting or making money, at least that&#8217;s how he&nbsp;saw it.</p>



<p>He went to the Paris Art School for half a year. To be able to live in France, he painted colorful flower and beach impressions that he sold&nbsp;to tourists. In Germany, he did odd jobs unrelated to painting. This allowed him to live and paint for a while.</p>



<p>When he painted too much, he fell into financial distress. Then he had to pawn his razor and his space heater and sit by candlelight in the&nbsp;evening, just so he could buy more paint and canvas. Most of the time, he painted on large plywood panels that he framed with darkly&nbsp;painted strips. He almost always chose giant formats that required a ladder.</p>



<p>The landlady of the &#8222;Kleine Weltlaterne,&#8220; his regular pub on Kohlfurter Straße, persuaded him to exhibit paintings by him and other artists.&nbsp;This led to a whole movement. There was attention. The &#8222;Kreuzberger Boheme&#8220; was a loose association of painters and authors, printers&nbsp;and graphic artists, bohemians, and other eccentrics, all of whom wanted to &#8222;say something.&#8220;</p>



<p>From 1960, he had solo and group exhibitions until the 1990s. In his paintings, he depicted what he had experienced and what he saw.&nbsp;He never painted his war experiences, but they indirectly shine through. Like in his urban desert ruins: &#8222;Areas called cities,&#8220; as his friend&nbsp;Roland Neumann put it. In 1979, Peter Sauernheimer, on the occasion of an exhibition by Jimmy in Charlottenburg, attempted to find&nbsp;poetic words for what the paintings meant to him: &#8222;Take a look at the procession of fragile houses, resembling sunken rocks in the sea,&nbsp;and yet, people live in them / Go into the courtyards, where the small grass fights in vain against jaundice.&#8220;</p>



<p>For a while, Jimmy lived in South France with a woman and a son. In 1995, he was diagnosed with Amyotrophic Lateral Sclerosis, a rare nerve disease. Over the course of it, he suffered paralysis that originated from his hands. A tragedy. He continued to paint until 1996 when the brush slipped from his hand. In 1997, his son Sebastian organized a final major exhibition for him in Vallauris on the Cote D’Azur. He passed away in 1998.</p>



<p>Weitemeier&#8217;s art speaks for itself. It tells stories, not just one, but several. It doesn&#8217;t bore; you can get lost in it. You always discover new things. You can move within his paintings. This work is largely forgotten today, and that needs to change.</p>



<p></p>



<p><a href="https://fhxb-museum.de/fhxb_lp/objekte.php?type=t&amp;s=1774">https://fhxb-museum.de/fhxb_lp/objekte.php?type=t&amp;s=1774</a></p>



<p><a href="https://www.weitemeier-jimmy.de/">https://www.weitemeier-jimmy.de/</a></p>



<p><a href="https://www.herbertweitemeier.de/werkbiographie">https://www.herbertweitemeier.de/werkbiographie</a></p>



<p><a href="https://kunsthandel-stradmann.de/gemaelde/herbert-weitemeier-variete/">https://kunsthandel-stradmann.de/gemaelde/herbert-weitemeier-variete/</a></p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="HpMsYU7xRA"><a href="https://anjaroehl.de/herbert-weitemeier-ein-vergessener-maler/">Wer Bunker baut, wirft auch Bomben &#8211; Erinnerung an den Maler Herbert Weitemeier</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Wer Bunker baut, wirft auch Bomben &#8211; Erinnerung an den Maler Herbert Weitemeier&#8220; &#8212; Anja Röhl" src="https://anjaroehl.de/herbert-weitemeier-ein-vergessener-maler/embed/#?secret=skHFJVkBTE#?secret=HpMsYU7xRA" data-secret="HpMsYU7xRA" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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