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	<title>Uncategorized &#8211; Anja Röhl</title>
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	<title>Uncategorized &#8211; Anja Röhl</title>
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	<item>
		<title>Frauen-Kunst-Preis 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Dec 2025 09:16:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunsthaus Lisa]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Frauen-Kunst-Preis 2025 geht an drei Künstlerinnen, die sich dem Thema FRIEDEN widmen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Dies sind die Gewinnerinnen des „<strong><a href="https://kunsthauslisa.de/wp-admin/post.php?post=1388&amp;action=edit">Frauen Kunst Preis 2025</a></strong>“ im KUNSTHAUS LISA:</p>



<p><strong>Der erste Preis</strong> geht an <strong>Ute Bella Donna</strong> für Ihre <strong>Malerei auf Schirmen</strong> für den Frieden</p>



<p><strong>Der zweite Preis</strong> geht an <strong>Petra Webersik </strong>für Ihr Künstlerischen Exponate auf ungewöhnlichen Gegenständen zum Thema des Leids der Verschickungskinder</p>



<p><strong>Der dritte Preis</strong> geht an <strong>Christa Kreuzburg</strong> für Ihre Malerei auf einer überdimensionalen Friedensfahne</p>
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		<title>Kunsthaus Lisa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Dec 2025 08:59:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunsthaus Lisa]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Kunsthaus Lisa in MV dient der Förderung von Frauenkunst und Frauenkünstlerinnen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich bin Gründerin und Leiterin des <strong><a href="https://kunsthauslisa.de/" title="Kunsthaus Lisa">Kunsthaus Lisa</a></strong> in Mecklenburg-Vorpommern, dort finden regelmäßig Ausstellungen, Workshops, Veranstaltungen und Treffen statt. Wichtigstes Thema: <strong>Die Förderung von Frauen in der KUNST</strong>. Immer noch sind Frauen zwar die häufigsten Rezipientinnen von Kunst, es gibt auch sehr viele Frauen, die aktiv Kunst betreiben, aber sie kommen zuwenig in die großen Kunsthallen und Museen, sie sind in der Kunstgeschichte unterrepräsentiert, sie werden, selbst wenn sie es in ihrem Zeitalter zu großer Berühmtheit gebracht haben, meist gleich nach ihrem Tod vergessen, wir wollen uns unsere weiblichen Vorbilder erhalten und uns, auch nach längeren Familienphasen, künstlerisch selbstbewusst betätigen und ausbilden. Bei uns kann man sich um einen Residenzaufenthalt bewerben, bei uns gibt es den Frauen-Literatur-Preis und den Frauen-Kunst-Preis zu gewinnen, unsere Künstlerinnen kommen aus der Region und aus ganz Deutschland, auch aus skandinavischen Ländern und den Ostseeanrainerstaaten können sich Frauen bei uns bewerben. Wir arbeiten ehrenamtlich, das Kunsthaus wird von einem gemeinnützigen Verein betrieben.  </p>



<p></p>
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		<title>Weitemeier &#8211; Weihnachts- Matinee´ im &#8222;Atelier Kiehlufer&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2025 07:21:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbert Weitemeier]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Zur Weihnachts-Matinee´ am 20.12.25 um 11 Uhr lädt der "Freundeskreis Herbert Weitemeier ins Kiehlufer 43 ein]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am Samstag, den 20.12.25 um 11 Uhr lädt der <strong>&#8222;Freundeskreis Herbert Weitemeier&#8220;</strong> zu einer kleinen <strong>Weitemeier-Weihnachts-Matinee´ </strong>im &#8222;Atelier Kiehlufer&#8220; in Neukölln <strong>(bei RÖHL, Kiehlufer 43, 12069 Berlin)</strong> mit Musik, Frühstück und einer Verkaufsausstellung von Bildern des <strong>Herbert Weitemeier</strong>.</p>



<p>Kleines Input zum Thema <strong>KRIEGSKIND Herbert Weitemeier </strong>von ANJA RÖHL</p>



<p>Am <strong>20.12.25 um 11 Uhr</strong>, bei <strong>RÖHL</strong>, Kiehlufer 43, 12059 Berlin, nahe Wildenbruchplatz</p>



<p></p>
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		<title>Herbert Weitemeier &#8211; Sammlung im Atelier Kiehlufer</title>
		<link>https://anjaroehl.de/herbert-weitemeier-sammlung-im-atelier-kiehlufer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jun 2025 11:34:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Atelier Kiehlufer 43, Vh, 4. Stock eröffnet im Juni 2025 eine Sammlung von Herbert Weitemeier- Bildern ihre Türen. Die Bilder sind auf Anfrage in dem kleinen Atelier anzuschauen, Herz der Ausstellung ist das große Ölgemälde: Wer Bunker baut, wirft auch Bomben, das war das letzte Bild des schwerkranken Malers im Jahre 1994, bevor ihm...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im <strong>Atelier Kiehlufer 43</strong>, Vh, 4. Stock eröffnet im Juni 2025 eine <strong>Sammlung von Herbert Weitemeier- Bildern</strong> ihre Türen. Die Bilder sind auf Anfrage in dem kleinen Atelier anzuschauen, <strong>Herz der Ausstellung </strong>ist das große Ölgemälde: <strong>Wer Bunker baut, wirft auch Bomben</strong>, das war das letzte Bild des schwerkranken Malers im Jahre 1994, bevor ihm seine lebensgefährliche Lähmungserkrankung jedes weitere Halten eines Stiftes verunmöglichte.  Er starb 1998, er war ein großer Realist, er hinterließ ein weitgehend vergessenes Werk. Der <strong>Freundeskreis Herbert Weitemeier </strong>erinnert mit einer Webseite an ihn und ist erster Ansprechpartner bei Fragen zum Werk. Dort wird auch Stück für Stück ein umfangreiches Werksverzeichnis erarbeitet. Erstmals zeigt der Freundeskreis nun dauerhaft öffentlich einen kleinen Teil seines Werkes dauerhaft in der <strong>&#8222;Sammlung Weitemeier&#8220;</strong>, am Kiehlufer 43, 12059 Berlin, im Atelier Kiehlufer, bei <strong>Anja Röhl</strong> (Mitglied im Freundeskreis Herbert Weitemeier), Anfragen wegen Besuch der Sammlung: 0176-24324947</p>



<p></p>
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		<title>Vernetzung &#8211; Homepage &#8211; Forschung</title>
		<link>https://anjaroehl.de/vernetzung-homepage-forschung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2025 11:18:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Jahre 2019 gründete Anja Röhl die Webseite: www.verschickungsheime.de, einen ersten Verein (AEKV e.V.) und initiierte einen ersten Fachkongress zum Thema. Dazu entwickelte sie, zusammen mit Prof. Dr. Christiane Dienel einen Fragebogen, der bis heute ca. 20.000 mal ausgefüllt wurde. Daraus entstand eine breite Vernetzung von Betroffenen und Forschenden zu diesem lange vergessenen Thema. Der AEKV e.V....]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Jahre <strong>2019 </strong>gründete Anja Röhl die <strong>Webseite: <a href="https://verschickungsheime.de/">www.verschickungsheime.de</a></strong>, einen ersten <strong>Verein (AEKV e.V.)</strong> und initiierte einen ersten <strong>Fachkongress zum Thema</strong>. Dazu entwickelte sie, zusammen mit <strong>Prof. Dr. Christiane Dienel</strong> einen <strong>Fragebogen,</strong> der bis heute <strong>ca. 20.000 mal ausgefüllt</strong> wurde. Daraus entstand eine breite Vernetzung von Betroffenen und Forschenden zu diesem lange vergessenen Thema. Der <strong>AEKV e.V.</strong> fungiert heute als <strong>wissenschaftliche Begleitung </strong>der seit 2022 gemeinnützig und als Verein organisierte: <strong>&#8222;Initiative Verschickungskinder e.V.&#8220; </strong>mit den Vorsitzenden <strong>Uwe Rüddenklau </strong>und <strong>Renate Brueser</strong>. Betroffene von Kinderverschickung finden heute alles notwendig wichtige zum Thema &#8222;Kinderverschickungen&#8220; auf der bundesweiten Homepage mit etwa 800 Seiten Texten. <strong>Kontakt </strong>zu schon existierenden Betroffenengruppen zum Erinnerungsaustausch: <a href="mailto:info@verschickungsheime.de">info@verschickungsheime.de</a></p>



<p></p>
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		<title>Literarische Lesungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Aug 2024 06:43:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Hier kann man Lesungen und Vorträge buchen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Angebot literarischer Lesungen zu folgenden Themen: </strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Lesung von Gedichten gegen den Krieg I &#8211; Historische Übersicht </li>



<li>Gedichte gegen den Krieg II: Gedichte von Hilde Domin, Rose Ausländer, Nelly Sachs</li>



<li>Liebesgedichte, eigene</li>



<li>Vorlesen unveröffentlichter eigener literarischer Texte </li>



<li>Über die unselige Macht des Geldes &#8211; Historische Übersicht von kleinen Texten zum Thema Geld</li>



<li>Lesung von Textausschnitten aus meinem Buch: Heimweh &#8211; Verschickungskinder erzählen</li>



<li>Lesung aus dem Buch. Granny in New York</li>



<li>Lesung aus dem Buch: Die Frau meines Vaters</li>
</ol>



<p>Buchungsanfragen über: anjairinaroehl@gmail.com</p>
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		<title>Das Gefängnistheater aufBruch inszeniert einen Macbeth, der im Berliner Untergrund spielen könnte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Mar 2023 12:38:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Jugendgefängnis frappiert durch einen netten Direktor, freundliches Personal und eine lockere Atmosphäre, befindet sich aber doch hinter riesigen Mauern mit Natodraht. „Wir haben hier auch einen Erziehungsauftrag“, erzählt der Direktor in seinem Grußwort, „dementsprechend sind wir froh, mit dem Team des Gefängnistheaters zusammenzuarbeiten.“ Die Männer, die auf der Bühne kommen, wirken älter. Sie geben...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Jugendgefängnis frappiert durch einen netten Direktor, freundliches Personal und eine lockere Atmosphäre, befindet sich aber doch hinter riesigen Mauern mit Natodraht. „Wir haben hier auch einen Erziehungsauftrag“, erzählt der Direktor in seinem Grußwort, „dementsprechend sind wir froh, mit dem Team des Gefängnistheaters zusammenzuarbeiten.“ Die Männer, die auf der Bühne kommen, wirken älter. Sie geben ihren eigenen Macbeth. So hat es der Regisseur Sven Daniel Bühler mittels der Übersetzung von Werner Buhss sehr passend auf sie zugeschnitten und mit ihnen zusammen konzipiert. Und so donnern die feierlichen Dialoge im schönsten kreuzköllner Straßenslang ( Isch disch Urban!) ins erstaunte Publikum. Das Thema des blutigen Königsdramas wird dabei ganz ohne Blut gegeben, was sehr sympathisch ist. Die Übertragung des shakespaere’schen Stoffes in den Berliner Untergrund ist dazu vor allem körpersprachlich gelungen. Da werden die muskelgestärkten Männer-Körper gegeneinander in Szene gesetzt, da wird sich gespreizt, da wird gedroht, da wird sich unterworfen, da wird sich aufeinander geworfen. Sehr gut die Reduktion aller Mittel, sowohl die Kostüme, wie auch das Bühnenbild, sind ganz in schwarz gehalten, elegant zunächst, auf Geschäftsmann-Niveau, dann immer Neuzeit-militärischer, mit Kampfwesten. Ein einziger Farbfleck in rot, stellt das Kostüm dar, das nur ein glitzerndes Hemd ist, was sich ein sehr kräftiger Mann, wie zufällig, umgeworfen hat, dazu unten kleine rote Frauenschuhe, die ihn als Lady Macbeth zu erkennen geben. Er scheint, wie es die Rolle vorschreibt, zu Beginn der Mächtigste, während der erste Schauspieler als Macbeth-König der allerkleinste und schmächtigste ist. Das hat eine gewisse Komik und wirkt durch Übertreibung und Witz: „Ach, Mackie!“ ruft Lady Macbeth in Anspielung auf Brechts Mackie Messer einmal, das Publikum lacht. Der zweite Macbeth-Darsteller stellt einen feisten Machtherrn in der Blüte seiner Jahre dar, skrupellos wähnt er sich unbesiegbar, bis sein Stern sinkt. Das Publikum sieht kein Königshaus, es sieht den Machtkampf von Männer-Gruppen im Berliner Untergrund. Das ist das Ziel gewesen, aber mE nur zum Teil gelungen. Es fehlte dazu irgendetwas, ich kann es nicht sagen. Es war viel los auf der Bühne, aber es fehlte an echter Tragik. Es ist auch so, als hätte sich die Regie nicht entscheiden können, wie weit man sich von der historischen Vorlage hätte entfernen dürfen. Super gut waren die auflockernden RAP-Songs, wirklich originell, und in der Premiere ohne Hintergrundmusik sollen sie sogar noch besser gewesen sein, wie ich hörte. Die Akustik im Raum ließ leider ganz klein wenig zu wünschen übrig. Manchmal war der Sprechgesang nur schwer verständlich. Sehr schade. Dafür war die Körpersprache überzeugend! </p>



<p><strong>Es spielt das Gefangenenensemble von aufBruch in der JSA Berlin:</strong>&nbsp;<br>Batek, Brian, Dominik, Hamudi, Heidar, Kerim K., Jaden, Maxim R., Mert, Özcan, Philipp B.</p>



<p><strong>Regie</strong>&nbsp;Sven Daniel Bühler&nbsp;<strong>Rap-Erarbeitung und -coaching</strong>&nbsp;Aisha Madarati&nbsp;<strong>Dramaturgie</strong>&nbsp;Franziska Kuhn&nbsp;<strong>Bühne</strong>&nbsp;Holger Syrbe&nbsp;<strong>Kostüme</strong>&nbsp;Isabella Caiati&nbsp;<strong>Musikalische Einstudierung</strong>&nbsp;Vsevolod Silkin&nbsp;<strong>Produktionsleitung</strong>&nbsp;Sibylle Arndt&nbsp;<strong>Pädagogische Assistenz</strong>&nbsp;Berenice Fisk, Isabella Caiati&nbsp;<strong>Grafik</strong>&nbsp;Dirk Trageser</p>
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		<title>Lesung: Die Frau meines Vaters</title>
		<link>https://anjaroehl.de/aktuelle-lesung-die-frau-meines-vaters/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2023 11:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Lesung aus meinem autobiografischen Roman:  Die Frau meines Vaters, bei Edition Nautilus: Download Sonntag, den 22.1.23 um 14 Uhr, im:  Filmtheater UnionBerliner Straße 1015517 Fürstenwalde Telefon:&#160;(0 33 61) 73 64 40E-Mail:&#160;info@filmtheater-union.de Buchlesung mit Anja Röhl:&#160; ›Kind sein heißt allein sein, schuld sein, essen müssen, schlafen müssen, brav sein müssen. Kind sein heißt, sich nicht wehren zu können.‹...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Lesung aus meinem autobiografischen Roman:  <em>Die Frau meines Vaters</em>, bei Edition Nautilus</strong>: <a href="https://edition-nautilus.de/programm/die-frau-meines-vaters/">Download</a></p>



<p>Sonntag, den 22.1.23 um 14 Uhr, im: </p>



<p><strong>Filmtheater Union</strong><br>Berliner Straße 10<br>15517 Fürstenwalde</p>



<p>Telefon:&nbsp;<strong>(0 33 61) 73 64 40</strong><br>E-Mail:&nbsp;<strong><a href="mailto:info@filmtheater-union.de">info@filmtheater-union.de</a></strong></p>



<p><strong>Buchlesung mit Anja Röhl</strong>:&nbsp;</p>



<p>›Kind sein heißt allein sein, schuld sein, essen müssen, schlafen müssen, brav sein müssen. Kind sein heißt, sich nicht wehren zu können.‹<br><br>Anja Röhl ist es gelungen, in ihren autobiografischen Erinnerungen an die Frau ihres Vaters, die bald eine wichtige Person der Zeitgeschichte wird, obgleich sie doch auch die Mutter ihrer Schwestern ist, einen historisch-zeitgenössischen Roman über die alte Bundesrepublik zu schreiben. Tragisch wird die Einsamkeit damaliger Kinder deutlich, für die sich im damaligen Wirtschaftswunderland oft kaum Zeit fand und denen die kaputten Erwachsenen damals viel Angst machten. Von Flucht und Krieg wurde immerzu voller Selbstmitleid gesprochen, während hasstriefendes NS-Gedankengut noch allgegenwärtig war. In dieser Athmosphäre wächst eine neue Generation heran. Sie begehrt auf und muss bitter bezahlen. Anja Röhl beschreibt Kindheit und Jugend zwischen 1958 und 1976.</p>
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		<title>Das Drama der selbsternannten Gerechten &#8211; aufBruch &#8211; Gefängnistheater</title>
		<link>https://anjaroehl.de/das-drama-der-selbsternannten-gerechten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Dec 2022 10:44:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Gruppe russischer Sozialrevolutionäre will im Jahre 1905 den Großfürsten töten. Sie glauben, dass sich das Volk erhebt, wenn die Repräsentanten des Zarenreiches getötet werden. Der junge Poet Kaljajew soll die Bombe werfen, doch er zögert, als er Kinder in der Kutsche des Großfürsten sieht. Das Attentat scheitert. Das aufBruch &#8211; Gefängnistheater hat dieses Stück...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eine Gruppe russischer Sozialrevolutionäre will im Jahre 1905 den Großfürsten töten. Sie glauben, dass sich das Volk erhebt, wenn die Repräsentanten des Zarenreiches getötet werden. Der junge Poet Kaljajew soll die Bombe werfen, doch er zögert, als er Kinder in der Kutsche des Großfürsten sieht. Das Attentat scheitert.  </p>



<p>Das aufBruch &#8211; Gefängnistheater hat dieses Stück ( Die Gerechten von Albert Camus) jetzt in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee am Friedrich-Olbricht-Damm inszeniert. Schon der Hinweg ist bedrückend: Mauern rechts und links der Straße. Daneben Altbauten des königlich-preußischen Strafgefängnisses Plötzensee, in dem viele NS-Widerständler hingerichtet wurden. Die hohen Betonmauern mit dem dreifachen Natodraht oben drauf stammen aus den 80er Jahren unserer Zeit, wo damals ein Frauengefängnis allein für weibliche RAF-Mitglieder errichtet wurde. Heute ist hier die JVA Plötzensee, ein reines Männergefängnis. <br><br>Das Drama „Die Gerechten“, wurde von Albert Camus in einer Zeit verfasst, wo er seine Eindrücke aus dem bewaffneten Widerstand gegen die Nazi-Besetzung in Frankreich verarbeiten musste: Was macht es mit den Menschen, die Frieden und Gerechtigkeit wollen und sich plötzlich mit Bomben in den Händen wiederfinden? <br>Camus greift dazu aber eine Episode aus der Zeit der russischen Sozialrevolutionäre auf, so dass das Stück gleichzeitig historisch und gegenwartsbezogen verstanden werden kann. Den russischen „Sozialrevolutionären“ hat man in ihrer heute gebräuchlichen Benennung noch im Namen ihr Ziel einer sozialen Umwälzung gelassen, das ist wertvoll und heute oft nicht üblich. Viele Menschen, die ebenfalls Sozialrevolutionäre sind, werden heute allgemein nur „Terroristen“ genannt.</p>



<p>Das Stück „Die Gerechten“ ist ein beliebter Stoff, weil er besondere Fragen der menschlichen Moral behandelt: Wie soll Gerchtigkeit durchgesetzt werden gegen eine Diktatur? <br><br>Zu Beginn trifft eine Gruppe von Attentätern sich in einer Beobachterwohnung, um ein Attentat auf einen Fürsten vorzubereiten. Der Attentäter Janek, ein mit seinem Vater in Ungnade lebender Intellektueller trifft auf den skeptisch-proletarischen Stepan, der ihn für unfähig hält, das Attentat zu vollziehen. Streit, Misstrauen, Gebrüll, dann wieder Beruhigung. Jedoch danach „versagt“ Janek, er konnte die Bombe nicht werfen. Begründung: „Da saß ein Kind drin“.  Stepan, sein Genosse,  ist wütend, er verweist auf die 200.000 russischen Kinder, die den Hungerstod erleiden, weil es den Großfürsten gibt. Die Diskussion wird grundsätzlich. Einige Zeit später wirft Janek die Bombe doch noch, verschont aber die Fürstin, samt ihren Kindern. Das wird benutzt, die Attentäter zu spalten. Warum haben sie das Leben der Kinder gerettet? Haben sie also Skrupel, glauben sie nicht an den reinigenden Faktor Gewalt? Nein, das tun die Sozialrevolutionäre nicht.  Sie hassen Gewalt, nutzen sie nur als Gegenwehr, weil sie verzweifelt über die zaristische Gewalt sind. Doch einer nicht, Stepan, hier sehr intensiv gespielt, er liebt und verehrt die Gewalt als Rache und als Reinigung, sie allein, so schwärmt er, wird durch eine Katharsis in der Bevölkerung etwas neues ermöglichen. Doch das stimmt nicht. Alle Revolutionäre scheitern. Ihr Opfer war umsonst, Attentate ändern nichts. So die Handlung und Botschaft. <br>Der moralphilosophisch-politischer Debattenpunkt und viele Fragen bleiben: Wenn sozialer Protest gegen Unterdrückung mit Gewalt gegen Menschen und noch schlimmerer Unterdrückung beantwortet wird, was dann? Alles gefallen lassen?  Und wenn friedlicher Protest gegen Sachen mit Gewalt gegen Menschen beantwortet wird, was dann? Ab wann, oder wann überhaupt, ist Gewalt gegen Menschen legitim? Wenn sie Unterdrücker sind? Wenn sie selbst Gewalt gegen Menschen ausgeübt haben? Auge um Auge? Die wenigsten Unterdrücker machen sich die Hände schmutzig, dafür haben sie Gesetze, Anweisungen, Leute. Also ist Gewalt auch gegen diese erlaubt? Oder nicht? Und ihre Kinder werden in ihre Fußtapfen treten, Gewalt gegen sie erlaubt? Nein? Also: Schwierig! <br>Auf all diese Fragen werden in dem Stück keine einfachen Antworten gegeben. Das regt zum Denken an. Und dieses Denken wird mit den Gefangenen zusammen erarbeitet und erlebt. Das ist der sozialtherapeutische Aspekt dieses Stückes. Camus hat sehr früh die Gefahren erneuter gewalttätiger Unterdrückung in revolutionären Prozessen und nachrevolutionären Gesellschaften gesehen und in seinen Texten und Stücken verarbeitet. Sicher auch als Selbstherapie. </p>



<p>Eingearbeitet in diese Aufführung sind weitere Texte: Brecht, Bakunin, Peter Weiss, Hölderlin, ein Liedtext von Exodus von DJ Stalingrad. Dazu Lieder von Weill, Bernd Meinunger, und ein altes Partisanenlied aus Frankreich. Filmszenen von Eisenstein und alte Wochenschaubilder komplettieren die Aufführung, zeigen die Widersprüche auf, in dessen Feld sich die damaligen Handlungsträger bewegten. <br>Die Gefangenen, die das Stück auf die Bühne bringen, haben sieben Wochen geprobt, jeweils nach ihrer Arbeit, von 16 bis 20 Uhr. Unbezahlt, freiwillig. Ihre Leistung ist überragend. Ich sah dasselbe Stück seinerzeit im Staatstheater Oldenburg. Es war auch gut, aber die Spieler dort waren nicht ganz so überzeugend. Ihre Wut hatte etwas Fremdes, ihnen aufgesetztes, ihr Enthusiasmus war gegen dieses blutleer. Hier scheint alles echt. <br><br>Im anschließenden Gespräch sagt einer der Spieler: Wir haben alles unserem Regisseur zu verdanken, er allein holt das alles aus uns heraus. Und der den wütenden Stepan spielt, sagt: Ich bin in Wahrheit ganz anders, glaubt man nicht, oder? Nein, glaubt man nicht. Beziehungsweise doch, klar. Aber er hat wunderbar überzeugend gespielt, die ganze Tragik des Themas in seine Rolle gelegt.</p>



<p>Das Thema scheint wieder aktuell. Von Klima-RAF wird schon gesprochen, wo Aktivisten sich hauptsächlich nur selbst in Gefahr begeben. So war es auch seinerzeit 1968: zunächst war der Protest nur von Verweigerung bestimmt: Sitzstreiks, Sitt-Ins, Seminarboykotts. Als Pudding flog, hieß es: „Schmeißt sie über die Mauer!“, und: „Hängt sie auf!“. Später erst kam die RAF. Da waren vorher friedliche Demonstranten erschossen worden, da hatte man 2000 Menschen eingeknastet, da kannte der Staat keine Gnade. Da waren überall noch alte Nazis an den Schalthebeln, die in jedem Satz giftige Mordlust ausdünsteten. Der Satz: „Euch hat man vergessen zu vergasen“, der wurde einem hinterhergerufen, wenn man die Haare offen oder zu lang trug. Auf Dutschke, der keiner Fliege was zuleide getan hatte, wurden Hetzjagden veranstaltet. Das Stück „Die Gerechten“ passt sehr gut zu einem Gefängnis, es muss eigentlich immer mit Gefangenen gespielt werden. </p>



<p>Mit&nbsp;Frank, Lauan A., Maximilian Sonnenberg, Mohammad Hassan, Nehad Fandi, Sadam, Steffen, Steven Mädel.</p>



<p>Regie: Peter Atanassow&nbsp;<br>Bühne: Holger Syrbe&nbsp;<br>Kostüme: Haemin Jung<br>Dramaturgie: Franziska Kuhn, Daniel Dumont<br>Video: Pascal Rehnol<br>Musikalische Einstudierung: Vsevolod Silkin&nbsp;<br>Produktionsleitung: Sibylle Arndt<br>Grafik: Dirk Trageser<br>Regieassistenz: Caroline Zintz</p>



<p>Erst da kam die RAF, und es war nur eine kleine Gruppe, im Verhältnis zur ganzen damaligen Bewegung. Waren die Vorbilder der RAF die Sozialrevolutionäre Russlands? Ihr Scheitern war zumindest ähnlich.</p>



<p>Mit&nbsp;Frank, Lauan A., Maximilian Sonnenberg, Mohammad Hassan, Nehad Fandi, Sadam, Steffen, Steven Mädel.</p>



<p>Regie: Peter Atanassow&nbsp;<br>Bühne: Holger Syrbe&nbsp;<br>Kostüme: Haemin Jung<br>Dramaturgie: Franziska Kuhn, Daniel Dumont<br>Video: Pascal Rehnol<br>Musikalische Einstudierung: Vsevolod Silkin&nbsp;<br>Produktionsleitung: Sibylle Arndt<br>Grafik: Dirk Trageser<br>Regieassistenz: Caroline Zintz</p>



<p> Argumente unserer Sozialrevolutionäre, aus den Jahren 1970, aufwärts gewesen? Die russischen verwiesen darauf, dass trotz des Scheiterns der Narodniki im vorrevolutionären Russland, der moralische Vorbildcharakter dieser Menschen eine Mut und Kraft gebende Bedeutung auf Unterdrückte gehabt hätte und daraus später die Revolution entstanden sei. Doch stimmt das? Stepan im Stück sagt das Gleiche. Das Volk wird sich erheben, schwärmt er, es wird etwas Neues, etwas Gerechteres schaffen, eine Welt ohne Gewalt. Camus meint, nein, auf Gewalt aufgebaute Revolutionen folgt eine noch brutalere Diktatur. Aber die Weltgeschichte zeigt: Ohne Revolutionen hat sich selten etwas verändert. Und allen Revolutionen gingen Aufstände voraus. Aber nicht allen Aufständen folgten friedliche Zeiten.&nbsp;Im Gegenteil. <br>In einer Szene gelingt es dem Regisseur auch Witz herauszuarbeiten. Im Gefängnis hat Janek eine Begegnung mit zwei Kalfaktoren, deren einer ihn am nächsten Tage hängen helfen wird. Die Begegnung mit diesen zwei „Volksvertretern“ hat Witz und Tragik. Nein, Janek wird von ihnen nicht verehrt, wie er dachte, sondern als Spinner behandelt und nicht mal bedauert. Nein, Janek ist nicht der berühmte Held, vom Volk verehrt. Janek wird als Spinner und Teil seiner Bürgerlichen Klasse behandelt. <br>Ja, das Volk muss schon mitgehen bei Revolutionen, sonst wird das nichts, so einfach ist es, meint Camus, aber schwer zu machen bleibt es trotzdem. Das zeigt das ganze Stück. Dieses Stück und die Art wie es hier gebracht wurde, regt wahrhaft zum Denken an, es erfüllt damit alle Bedingungen des epischen Theaters von Brecht. Lohnt sich!</p>



<p>Mit&nbsp;Frank, Lauan A., Maximilian Sonnenberg, Mohammad Hassan, Nehad Fandi, Sadam, Steffen, Steven Mädel.</p>



<p>Regie: Peter Atanassow&nbsp;<br>Bühne: Holger Syrbe&nbsp;<br>Kostüme: Haemin Jung<br>Dramaturgie: Franziska Kuhn, Daniel Dumont<br>Video: Pascal Rehnol<br>Musikalische Einstudierung: Vsevolod Silkin&nbsp;<br>Produktionsleitung: Sibylle Arndt<br>Grafik: Dirk Trageser<br>Regieassistenz: Caroline Zintz</p>
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		<title>Romulus der Große &#8211; Nötig sind eher Verhinderer Rezension: aufBruch &#8211; Gefängnistheater</title>
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					<comments>https://anjaroehl.de/romulus-der-grosse-noetig-sind-eher-verhinderer-rezension-aufbruch-gefaengnistheater/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anja Röhl]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2022 09:58:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Romulus, der Große, das ist ein Stoff, in Hauptpersonen und Geschichtsinhalt aus dem Jahre 476 n. Christi. Aus der Zeit des Untergangs des Römischen Reiches. Dürrenmatt schrieb es 1949 als Gleichnis und ironische Parabel auf das Ende des Dritten Reiches. Das Gefängnistheater aufBruch gibt es dieser Tage (Premeire am 25.8.22) im Freilufttheater Jungfernheide, als Parabel...]]></description>
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<p>Romulus, der Große, das ist ein Stoff, in Hauptpersonen und Geschichtsinhalt aus dem Jahre 476 n. Christi. Aus der Zeit des Untergangs des Römischen Reiches. Dürrenmatt schrieb es 1949 als Gleichnis und ironische Parabel auf das Ende des Dritten Reiches. Das Gefängnistheater aufBruch gibt es dieser Tage (Premeire am 25.8.22) im Freilufttheater Jungfernheide, als Parabel auf unsere heutige Endzeitstimmung.  <br><br>Der an antike Zeiten erinnernde ansteigende Halbkreisbogen der Freiluftbühne im verwilderten Park „Jungfernheide“, lässt die Zuschauer auf eine zugewucherte Bühne blicken, auf der um echte Büsche herum gespielt wird.  Das jährliche Sommerereignis des AufBruch-Theaters mit Freigängern und anderen Mitmachenden, hat sehr viele Zuschauer in den Park gelockt. Die Umsetzung führte zu Beifallsstürmen.  Das Stück passt zum Spielort: Der letzte römische Kaiser scheint ein Privatmensch &#8211; abgewandelt von der Historie schon etwas älter &#8211; der mit Frau und Tochter in einem Sommerhaus, abseits aller Kämpfe, beschaulich-bäuerlich im Wald lebt. Sein Hobby ist die Hühnerzucht, seine Hühner heißen nach vormaligen römischen Berühmtheiten: Augustus, Caesar, Marc Anton… </p>



<p>Während Bedienstete Koffer aus dem Haus schleppen und Julia, seine Frau, hektisch die Flucht organisiert, da sie um ihr Leben fürchtet, übt die Tochter mit dem Hauslehrer Klassikertexte. Ein verzweifelt-hysterischer Bote und der durch Gefangenschaft zerstörte Schwiegersohn, berichten von der kompletten Zerstörung des Reiches. Sie erwarten von Romulus energisches Handeln, der aber schweigt. Sie berichten von der baldigen Eroberung durch den Germanenfürsten Odoaker. Das schreckt Romulus nicht. &nbsp;Der hühnerliebende Kaiser will Flucht und Krieg und Reichszerstörung nichts wissen, er lädt zu Wein und gutem Essen ein. Dabei wirkt er in seiner Naivität kindisch, albern und verrückt. Zum Ende hin enthüllt er, dass alles nur ein Trick von ihm war, um den Krieg nicht mehr verlängern zu müssen und das Land baldmöglichst den Germanen zu übergeben.&nbsp; &nbsp; <br>Köstlich ironisch-witzig ist schon der Dürrenmattsche Text, noch eine Spur an Ironie mehr gab dem Stück die aktuelle Inszenierung des AufBruch. Die Hauptperson teilt sich in drei Ichs, die sich gegenseitig aushelfen, wenn sie in Bedrängnis geraten. Jede der drei Persönlichkeiten wird von unterschiedlichen Darstellenden gegeben. Einer davon ist ein sehr junger Mann, fast dem historischen Alter des Romulus entsprechend (16Jahre). Die beiden anderen sind eher ältere Varianten. Alle drei sind hervorragend: Sentimental, selbstironisch, harmlos, naiv, versponnen, idiotisch und thyrannisch, genau wie Herrscher in Untergangszeiten zu werden pflegen: Klare Stellungnahmen nie, stattdessen Gestammel, Ausweichmanöver, Zeitgewinn herausschlagen. Ausblenden der Realität im Lande immer, mit zu Boden gerichtetem Blick auf die eigene kleine Hühnerwelt. Nicht mal, was im Haus vorgeht, interessiert den Romulus noch, ewig sieht man ihn mit einem Huhn in den Händen herumstehen, welches er selbstvergessen streichelt. &nbsp;<br><br>Was immer glückt im AufBruch-Theater ist die Arbeit mit den Laien, sie scheinen nicht nur wie, sondern besser als Professionelle zu spielen. Wie das Wunder glückt, versteht man nicht. Warum kann hier Tragik, Komik, Emotion, Witz und Ironie derart gut gespielt werden? Von Menschen, die keine Schauspielschule besucht haben, sondern nur in Kursen des AufBruch waren? Warum wirkt alles absolut authentisch, wahr? Die Spielenden scheinen über sich selbst zu sprechen, sich selbst zu spielen, und es scheint auch um ihr Leben zu gehen. Genial ist zum Beispiel eine kleine Szene, wo einer der Kammerdiener dem Huhn ein türkisches Kinderlied vorsingt. Die Poesie und Melancholie, die Schönheit dieses Zwischenspiels, das völlig unverbunden mit allem, einfach nur vom Schauspieler in seiner Sprache dargebracht wird, wirkt, als hätte dieser es spontan ins Stück hinein improvisiert. Solche kleinen Soli werden öfters geboten. Die Spielenden bekommen dadurch eine eigene Rolle im Spiel, sie sind nicht nur Ausführende einer Autoren- und Regieidee, sie bringen sich selbst ein. Auch Sätze des Beckmann aus „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert werden passend zitiert. ( Ich will Ihnen was zurückgeben&#8230; die Verantwortung) </p>



<p>Hans – Dieter Schütt schreibt dazu im Programmheft: „Die Geschichte, wer macht sie? Die brennenden Leiber, aus denen das Fett tropft, mit dem wechselnde Kaiser&#8230;die Motoren ihrer Bomber schmieren?“, und &nbsp;beklagt sich über mangelnden Zorn: „Der Zorn über die Weltverhältnisse liegt als Hund des Gehorsams unter unseren gedeckten Tischen“.&nbsp; &nbsp; Die Parallelen zu heute sind frappierend und gewollt. Die momentane Atombomben-, Inflations- und Klima-Weltzerstörungsdrohungen, die uns alle wie in einem Schraubstock gefangen halten, finden ihren Niederschlag in den Schilderungen des Boten und heimkehrenden Kriegsgefangenen von „draußen“, aus dem Reich, ähnlich unserer Zeitungsmeldungen. Das bäuerlich-idyllische Häuschen des Herrschers wird zum eigenen Zuhause, wo wir glauben durch Bioanbau dem Inferno entkommen zu können. Die drei Herrschenden erinnern ein wenig unserem Regierungs-Dreigespann, der englisch sprechende Hosenfabrikant dem Neue- Weltordnung-Prediger USA.&nbsp; &nbsp; </p>



<p>Ein Stück, was sich lohnt anzuschauen, mit Erkenntnissen über unsere heutige Situation, eingebettet in Weltgeschichte, ironisch zugespitzt, kreativ erweitert, genial gespielt und inszeniert! Sehr zu empfehlen! </p>



<p>Mit den allesamt hervorragend Spielenden: Christian Krug, Frank T., Hans-Jürgen Simon, Josef, Maja Borm, Maria Stoecker-Baton, Massimiliano Baß, Matthias Blocher, Mikael, Mohamad Koulaghassi, Moses Al-Khalil, Para Kiala, Rashid, Sabine Böhm, Svitlana Balitska.</p>



<p>Regie: Peter Atanassow&nbsp;<br>Bühne: Holger Syrbe&nbsp;<br>Kostüme: Haemin Jung<br>Dramaturgie: Hans-Dieter Schütt&nbsp;<br>Musikalische Leitung: Vsevolod Silkin&nbsp;<br>Produktionsleitung: Sibylle Arndt<br>Grafik: Dirk Trageser<br>Produktionsassistenz: Franzi Kuhn</p>
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