Im Schatten des Orangenbaumes
Im Schatten des Orangenbaums macht den Versuch, die Geschichte Palästinas zu rekonstruieren. Dies gelingt ausgesprochen gut. Inspiriert von der Geschichte ihrer eigenen Familie erzählt Regisseurin und Autorin Cherien Dabis, die selbst auch mitspielt, mitdem Film: IM SCHATTEN DES ORANGENBAUMS (OT: ALL THAT’S LEFT OF YOU), Januar 2025, ein berührendes Porträt über drei Generationen im Westjordanland von 1948 bis 2022, in dem persönliche Schicksale und die Geschichte eines Volkes untrennbar miteinander verbunden sind. Der Film wurde als jordanischer Beitrag für den OSCAR™ 2026 in der Kategorie „Bester internationaler Film“ ausgewählt.
Inhalt:
Einst hatte der Großvater als junger Mann von seinen Eltern und Großeltern eine Orangenplantage geerbt und bewirtschaftete sie als ein freier Plantagenbesitzer. Er lebte mit seiner Familie im Wohlstand und seit Urzeiten in Jaffa, in einem Haus mit vielen Zimmern, mit Kronleuchtern, Kultur und Geschmack. Seine Kinder rezitierten beim Abendbrot berühmte Dichterworte. Er war ein aufgeklärter säkulärer Humanist. Nach dem Abzug der Engländer und der Besetzung durch Israelische Soldaten, flieht seine Familie zu Verwandten und er kommt in ein Gefangenenlager. Das alte Leben ist für immer vorbei. Als er in einer Szene, wo er als Straßenarbeiter Steine schleppen muss, eine israelische Familie in ein leeres Haus einziehen sieht, begegnet ihm ein Mann, der auch aus einem Lager kommt, da bricht er zusammen. Selten ist es so vorsichtig und warmherzig gelungen, Geschichte am Beispiel einer Familie zu erklären. Sehr humanistisch, gleichzeitig sehr klar, geht unter die Haut, lässt einen tagelang weiter über die Tragik zwischen diesen beiden Ländern, Israel und Palästina, nachdenken. lohnt sich sehr!