Eine Reise nach Tampere – und ein vergessenes Völkerverbrechen

Angeregt durch Ramona Sinclairs Artikel, der am 21.9.2008 in der jungen welt erschien, fuhr ich im Juni 2010 nach Helsinki und Tampere. Um 12.30 Uhr vormittags fahre ich los, bin in 10 Minuten beim Fährhafen und schon scheine ich in Finnland zu sein.

Auf dem Schiff alle finnisch, die Uhr muss eine Stunde vorgestellt werden , es gibt nicht nur eine Sauna, ein Laden, Cafe´, Bar, Hubschrauberlandeplatzsonnendeck, Fittnissraum, Geldspielautomaten, sondern ein Vollpension-Luxusbüfet mit finnischen Spezialitäten. Es ist eine Art Kreuzfahrtschiff, auf dem ich gelandet bin, ein schwimmendes Hotel, auf dem ich mich bei strahlendem Sonnenwetter nudeldick satt esse mit den leckersten Speisen. Nachher auf dem Sonnendeck das langsame Untergehen der Sonne.

In Streifen geschnittene Kartoffeln und Lakritzeis

Ich lerne: In Finnland essen sie gern vier verschiedenfarbige Arten von Kaviarsorten, dunklen, harten, sehr mageren Rinderschinken, Krebsschwänze, die ich leider nicht sehr professionell öffnen kann, Lachs gebraten, gedünstet, geräuchert. Dazu in Streifen geschnittene Kartoffelgerichte und abschließendes Lakritzeis. Das Highlight schien mir eine Art Würzfleisch zu sein, Sorte Hirsch, wozu Preiselbeeren gereicht wurden. Ich verbringe den Tag zwischen Sonnendeck und Speisesaal. Länger würde ich keine Vollpension mehr aushalten, mir beginnt bald schon schlecht zu werden, wenn ich nur an essen denke. Doch es hilft nichts, ich bin alle paar Stunden gezwungen zu essen. Um etwas stehen zu lassen, war die Sache zu teuer. Ich lese viel, mache Fitniß an einem Rudergerät, habe mir einen Sonnenbrand geholt und schlafe im 150.-Euro-Bett meiner stickigen Innenkabine äußerst schlecht. Die Decke war zu dünn und um mich herum war es zu dunkel.

Überall liegen Felsen in der Stadt

Heute Morgen dann Ankunft in Helsiniki, die Stadt ist ein Phänomen: Überall Felsen und Inseln. Dazu kann man keine Himmelsrichtung und keine Tageszeit mehr richtig einschätzen, da sich die Sonne gleichmäßig um einen herum zu drehen scheint. Erst nachdem ich zum zweiten Mal den Hafen gefunden habe, komme ich einigermaßen zurecht. Das Glück ist mir hold, ich finde einen kostenlosen Stellplatz für mein Auto. Direkt am innerstädtisch Strand Hieteniemen, drei Schritte vom Wasser entfernt. Überall liegen hier Felsen mitten in der Stadt. In einen dieser Felsen haben sie eine unterirdische Konzerthalle gebaut. Gegen Abend, es sieht aus wie drei Uhr nachmittags, kommen alle Leute aus ihren Häusern und machen Freizeit, joggen, rudern, Fußball am Strand, Minigolf, tausend Sachen, aber alle machen was, dabei ist es noch nicht sonderlich warm, für Kleider noch zu kühl, weil ein heftiger Wind weht. Überall Möwen, besonders auf den Köpfen würdiger Denkmäler. Die Mittsommertage holen alle aus den Häusern, sie sitzen in Gruppen zusammen, erzählen, eine sehr lebendige Stimmung, grad erst 21 Uhr, ich glaube nicht, dass das noch weniger wird die „Nacht“ über. Es sieht aus, als beginne es erst so richtig voll zu werden. Ich sitze in einem wundervollen kleinen Cafe´ mit Blick aufs Wasser an einer Bucht, von wo aus man Schären sehen kann, kleine Felseninseln, die sich aus dem Meer erheben. Im Cafe´hängt Lenin an der Wand, eine Sowjetfahne und ein Geigenkasten, auf dem mit weißer Schrift „Stradivari“ steht. An den Wänden lauter liebevoll zusammengesuchter Trödel, der vier Räume ausfüllen könnte, alles lichtdurchflutet wie mittags um neun Uhr abends.

Wunderbares Kopfsteinpflaster

Die normalen Häuser in der Stadt, die Geschäftsstraßen und -häuser, sind alle weniger luxuriös als bei uns, überall wunderbares Kopfsteinpflaster, alte Steine, abgeblätterter Putz, dunkelgrau, dafür haben sie gute Schulen, tröste ich mich, es ist viel besser staatlicherseits Geld für Schulen anstatt für Straßen und Häuser auszugeben.  Der neueste Schrei bei Wohnhäusern sind verglaste Balkone  alle neueren Häuser haben sie, so kann man die Helligkeit genießen, auch wenn es draußen kühl ist. Interessant die Idee, in der uralten Bordsteinabgrenzung einen einzigen Stein jeweils völlig abzusenken, so können Fahrräder und Rollstühle problemlos die Straßen passieren, das Ganze ohne viel Aufwand, bei uns wird die halbe Straße neu gebaut für einen einzigen rollstuhlgerechten Übergang, aber dann eben auch nur da, wo Geld vorhanden ist, wo nicht, bleiben die Bordsteine hoch. Ich habe in Helsinki und Tampere nicht eine einzige Straße passiert, wo es nicht jeweils überall diesen abgesenkten Bordstein in Rollstuhlbreite gab.

Bauboom nach 1918

Das Arbeiterwohnungsmuseum hatte ich mir politischer vorgestellt, es war aber allein auf die Fähigkeit finnischer Arbeiterinnen und Arbeiter hin ausgerichtet, in einer einzigen Stubenwohnung der Kunst zu frönen, acht bis zehn Leute unterzubringen. In viereckigen Holzhäuserblocks mit Innenhöfen, sah man vor allem zusammenschiebbare Ehebetten mit Häkeldeckchen, Hängematten ähnliche Betten, die tagsüber aufgerollt und nachts auf Ständer gelegt wurden, Betten in zusammengeschobenen Holzbänken versteckt, die damalige Möbelbranche war auf diesem Gebiet anscheinend enorm erfindungsreich, eine interessante Anregung für heutige Harz IV-Empfänger-Wohnungen. Ich wurde dann persönlich durch Wohnungen ab 1910 von Jahrzehnt zu Jahrzehnt bis in die 1970-iger Jahre geführt, deutlich wurde, dass nach 1918 die Wohnungen, irgendwie komfortabler und arbeiterfreundlicher wurden, in den Zwanziger Jahren ist von einem Bauboom die Rede, zahllose Holzhäuserblocks in Art des Museums wurden gebaut, genossenschaftlich oder sogar in Eigenregie, ließen sie langsam die durch die Turbo-Industrialisierung entstandenen Slums, die sich zwischen die Felsen gehauen hatten, verschwinden. Man konnte die noch auf alten Fotos besehen. Statt Gemeinschaftsküche, gab man den Arbeitern ab den „20-igern“  eine eigene Kleinküche mit ins Zimmer hinein. In Form einer besonderen Nische im sogenannten Herd-Ofen, gab es eine zweiflammrige Möglichkeit zu kochen, eine geniale Idee. Dazu gab es rechts ein kleines Ablaufbecken, einen Wasserhahn mit fließendem Wasser und elektrisches Licht, was damals eine sehr moderne Wohnung war, aber auch erst nach 1920 aufkam.

Keine russische Kolonie werden

Als ich die Museumsbegleiterin auf Klassenkämpfe anspreche, spricht sie unklar vom Krieg mit Russland, der sehr schlimm gewesen sei und man habe auf keinen Fall russische Kolonie werden wollen, dass das nicht passiert sei, habe man einzig Kekkonen zu verdanken, ist der nicht eben erst gestorben, der „Krieg mit Russland“ aber schon ein halbes Jahrhundert her? Ich bin verwirrt. Als ich weiter nach dem Leninmuseum in Tampere frage, spricht sie von Einseitigkeit. Im zweiten Museum gefiel mir ein finnischer Maler besonders,  Albert Edelfelt, er hat viele Menschen im Alltag gemalt, auf dem Land, in ärmlichen Stuben, beim Fischen und Helene Schjerfbeck, deren schönstes Bild das Kinderbild eines armen Mädchens an einem Tisch sitzend,ist.  Das wurde schon letztes Jahr in HH ausgestellt.

Moderne Arbeiterwohnungen: Dunkelschwarze Ungetüme

Den Samstag verbrachte ich mit etwas unsinnigen Dingen, die aber auch manchmal eben so vorkommen, das Fahrrad mit dem platten Reifen von meinem Strandschlafplatz wieder zurück  in die Stadt zum Fahrradladen schieben, also hin und her, diesmal durch neuzeitliche Arbeiterviertel,  nicht so romantisch wie die in den Holzvierteln, stattdessen graue Einheitskästen im Kasernenstil, schreckliche Architektur, 70-iger Jahre Bauart, besserer Knast, das Ganze aber mehrere Blöcke lang, ein ganzes Viertel. dunkelschwarze Ungetüme, Atmosphäre großer Trostlosigkeit.  So sind die Arbeiter heute untergebracht, die  Verbesserung scheint mir nicht sehr groß zu sein. Im Unterschied zu damals haben sie nun das WC zwar wahrscheinlich in den Wohnungen anstatt, wie in den Holzhäusern draußen in rattenverseuchten Kellern, aber was die Fenstergröße angeht, oder die Möglichkeit schnell vor die Tür ins Grüne zu gehen, scheint mir hier eher eine Verschlechterung eingetreten.

Jedoch überall Kinderspielplätze

Dabei hatte ich ein nettes Erlebnis beim Unterstellen auf einem Spielplatz. Man muss dazu wissen, dass es in Helsinki überall in den Parkanlangen Spielplätze für Kinder gibt, die wie Kindergärten aussehen, große Areale, eingezäunt, die Bebauung und Bestückung ein einzigartiges Zeichen von Kinderliebe, und Volksfürsorge, alles ist kindgerecht klein, das Meiste für Aktivtätigkeiten, Unmassen an Sandspielzeug für alle liegt überall umsonst einfach da, darf von allen benutzt werden. Wird liegen gelassen, ist aber weder verdreckt noch zerstört, auch scheint nichts geklaut zu werden. Da traf ich also im strömenden Regen ein beiderseits etwas vollschlankes Elternpaar mit einem überaus hübschen Kind. Die Eltern in schwarzen Klamotten, merkwürdig tätoviert, er den Kopf rasiert, sie mit steifem Männerhaarschnitt, machten auf mich zunächst einen nicht eben vertrauenerweckenden Eindruck. Den beiden zu Füßen aber ein Kind, das an Niedlichkeit und Aufgewecktheit, an Ideenreichtum im Spiel kaum zu übertreffen war. Ich war gefesselt von den Sandspielen, die sich das Kind im strömenden Regen einfallen ließ und kam darüber mit den Eltern ins Gespräch, die nicht im Geringsten mit dem Kind ungeduldig waren, das Kind nicht gängelten, sondern sich in liebevollster Weise diesem Kind  zuwandten und mitspielten, wann immer es das verlangte. Sie Kanadierin, er Finne, ziehen sie, sehr typisch für finnisch anglophile Multikultur, ihre Tochter zweisprachig auf, und ich hatte viel Gelegenheit, ein perfektes elterliches Vorbildverhalten über eine Stunde lang im strämenden Regen beobachten zu können. Es gab ungelogen nur anregende, freundliche Worte zum Kind, keine einzige Einschränkung, nicht ein einziges Mal habe ich sie den Imperativ benutzen hören, den man in Deutschland als Hauptverkehrsform zwischen Eltern und Kindern ununterbrochen zu hören gezwungen ist, in deutschen Nahverkehrszügen zum Beispiel, in denen ich mich häufig aufhalte, es wurde niemals drohend die Stimme erhoben, es gab kein Meckern, kein einziges Eingreifen in die Bewegungsabläufe der Zweijährigen, kein, mach dir nicht die Hände schmutzig, fass dies nicht an und das nicht, kein Iihh, das ist dreckig, kein lass das, weg da, nimm die Finger hoch, kein: Still, unterbrich nicht immer!

Bei denen gern zu Abend gegessen

Ich kam ordentlich ins Nachdenken. Kann es mehr Zusammenhänge zwischen gesellschaftlicher und persönlicher Kinderfreundlichkeit, bzw. –feindlichkeit geben als man gemeinhin glaubt und das Rätsel hier allein in dem schönen freien und doch geschütztem Kinderspielplatzarreal , samt kinderfreundlicher Sozialregelungen und -bedingungen liegen?  Wenn die Mütter bei uns in den ost-deutschen Elendsplatten, ohne Männer, weil die in der Woche im Westen arbeiten, falls sie Arbeit haben, sich nicht in Maßnahmen langweilen, wenn die also, zwischen rasenden Autos mit ihren Kindern auf in Beton eingemauerte, einsam herumstehende Spielgeräte zusteuern, falls sie dazu überhaupt Zeit haben, meist sehe ich sie nur in Einkaufszentren ihre Kinder anschnauzen, wenn sie also die Kinder nachmittags den unterbezahlten Professionellen aus den Kita-Händen reißen, wo eine Erzieherin 18 Kleinkinder domptieren muss, dann scheint mir das laute Gezetere der Mütter, Großmütter und ständige Gemecker aller anderen Aufsichtspersonen, vor dem es mir immer so graust, beinahe verständlich. Welch ein Unterschied hier: Das Kind wird mit Lächeln, mit Ermutigung, mit Freundlichkeit bedacht, gleichmäßig von beiden Eltern, und dass, obgleich diese beiden zum Fürchten aussehen und keineswegs besonders aufgeklärte Intellektuelle darstellen, die sich mit repressionsfreier Kindererziehung etwa viel beschäftigt hätten.  Ich trenne mich ungern von der kleinen finnischen Familie, bei denen ich nun sogar gern zu Abend gegessen hätte, nur um noch länger ihren Umgang mit dem Kind beobachten zu können.

Aufbruch nach Tampere

Nächster Tag Aufbrauch nach Tampere. Diese Fahrt gestaltet sich wegen Unwetter und Dauerregen samt Spurrillen in der Autobahn, die Straßen sind nicht sonderlich renoviert hier, derart schwierig, dass ich dreimal in riesigen Raststätten unterbrechen muss, in denen sich Jugendliche an Geldspielautomaten langweilen und die Preise astronomisch sind. Ich beobachte: Geldspiel scheint ein äußerst verbreitetes Hobby. Männer aller Altersstufen sitzen Tag und Nacht in den dunkelsten Ecken jeder Restauration vor blinkenden Automaten herum und starren mit gleichsam stumpfen und doch blitzenden Augen auf die abrollenden Zahlenkolonnen. Überall riesige Automatenkolosse.  Morgendliches Ankommen. Da nichts auf hat, setz ich mich ins Bahnhofscafe. Eine Kneipe mit Ostblockflair.  Die große, vom Bahnhof abgehende Straße, leer, eintönig, noch schlafend wirkt sie wie verkatert. Ich sitze beim zweiten Aufguss Tee und lade meinen PC auf.  Danach bin ich den ganzen Tag im Lenin-Museum. Nach dem Artikel von Ramona Sinclair,  eines von vier Arbeitergeschichtlichen Museen in Tampere und eines der letzten noch verbliebenen Leninmuseen der Welt. Mit mir ist ein Australier in den Räumen, der allein eine ganze Woche nur wegen Lenin nach Tampere kam. Beeindruckend, nicht nur in Bezug auf Lenins Leben und Wirken, die Flexibilität seines Denkens, seine guten und gründlichen Studien und Analysen, sondern auch in Bezug auf die Geschichte der finnischen Arbeiterklasse.

Das finnische Spanien

Tampere hat bei der niedergeschlagenen Revolution, einer Vorübung auf Spanien 1938, mit Hilfe deutscher Kaisertruppen, -waffen und dank kaiserlichen Trainings mörderisch und siegreich verlaufen, 20.000 Menschen verloren, von damals nur 43.000 Einwohnern. Die Stadt war in Schutt und Asche gelegt. Dabei hatte Lenin den Finnen die Unabhängigkeit garantiert, trotzdem gelang es das Gespenst des Kommunismus den nordfinnischen Bauern derart bedrohlich zu schildern und ihnen das Ganze als Unabhängigkeitskrieg von der SU umzudeuten, dass sie sich gegen ihre eigenen Landsleute aufbringen ließen. Da kämpfte dann  Bruder gegen Bruder, Cousin gegen Cousin, der Onkel gegen den Neffen und viele Frauen und Kinder verloren mit ihr Leben. Finnland war derart schnell industrialisiert worden, dass der Unterschied zwischen den schon bewusstseinsmäßig weiteren Proletarisierten im Süden und den noch größtenteils analphabetisch rückschrittlichen Bauern im Norden riesig groß war. Das haben die Ententemächte auszunutzen verstanden und im Schatten des eben zu Ende gehenden Krieges, beinahe unbemerkt von der Weltöffentlichkeit, ein Massaker vietnamesischen Ausmaßes in einem winzigen Land angerichtet, dass noch heute unter den Folgen leidet. Die Wunden bei den Älteren sind immer noch offen, sagte mir eine Finnin später im Gespräch, Wunden des Schmerzes und der Demütigung, der Wut und der Resignation, am Schlimmsten ist wohl das Gefühl des Verschaukeltwerdens, die Erkenntnis, dass man seine eigenen Brüder niedermachte, bloß als Schachfigur im Weltgeschehen, und um ja den revolutionären Funken sich nicht ausbreiten zu lassen, koste es, welche Opfer auch immer, wurde die Stadt Tampere mit Leichen übersäht. Nach dem Sieg dann Rache genommen an nochmal Tausenden. Dann schmerzt, dass die Welt diese Sache vergessen hat, auch die Finnen selbst beschweigen und belügen sich bis heute über die wahren Hintergründe des „Bürgerkrieges“ wie sie ihn, genau wie in Spanien, nennen. Der Unterschied ist nur, damals in Spanien hat die solidarische Welt auf Arbeiter- und Demokratieseite teilgenommen,

Die Kraft der Konterrevolution

Hier aber kam es der westlichen Welt wohl kaum zu Bewusstsein, was da lief. Lenin hat zwar 1918 Waffen zugesagt, aber sie kamen zu spät, die junge Sowjetrepublik hatte noch nicht die Kraft zu helfen. 8000 sind allein der Rache der Sieger zum Opfer gefallen, 80.000 Südfinnen sind dann später in Lager gekommen,  erschlagen oder verhungert `worden´. Das darf nicht vergessen werden, vor allem unser Anteil daran. Ebenso, neues Thema, dass Lenin vor Stalins Machtantritt gewarnt hat, Stalin war nicht „der Kommunismus“ , wie so viele uns immer wieder polemisch entgegenhalten, des Kommunismus wahres, nämlich diktatorisches Gesicht, er war ein Despot, ein schwacher, kaputter Mensch, der dem Kommunismus beinahe über ein Jahrhundert schweren Schaden zugefügt hat, ehrliche Kommunisten waren die bei weitem größte Opfergruppe. Gebraut wurde er durch die Verhältnisse, denn eine ungeheure Bedrohung gab es gleich nach der Revolution, wie in Paris 1798, während der Pariser Comune1871, wie auf Cuba, wie nach den 68-igern, wie überall da, wo nach Gerechtigkeit und Umwälzung dürstende Menschen auch nur die kleinsten Erfolge erreichen, die Gegenwehr der einst Mächtigen ist dann um so stärker und grausamer, je größer die Erfolge der revolutionären Bewegungen sind. Demokratische und humanistisch fortschrittliche Strebungen leiden durch die dann notwendige Gegenwehr oft empfindlich. Das weiß dann auch die Konterrevolution, plant das Aufreizen der Revolutionäre systematisch, ebenso den nachrevolutionären Terror, der die Ideen diskreditiert, wie man besonders gut für die französiche Revolution erforscht hat. (siehe R.Riemeck, 1789, 1988, S.98 und 11 4,ff) oft werden sogar Agenten dafür eingeschleust, (auch in unserer Zeit, siehe P. Urbach in Berlin 1968), die dann die ersten sind, die Waffen besorgen, auch das wird hier bedeutend klarer.

Der Bruderkrieg

Der vergessene finnische Bürgerkrieg, wie er von den Konservativen genannt wird, die verlorene Revolution, die im Blut von 20.000 gegeneinander aufgehetzten finnischen Familienangehörigen ertränkt wurde, ist ein tragischer Fall: Menschen, von denen im Grunde beide Gruppen um dasselbe kämpften, erschlugen sich gegenseitig, zur Freude der Mächtigen und Hintermänner, denen eine Schwächung des Proletariats, die Ermordeten waren sämtlich Proletarier, ein wichtiger Meilenstein zur Befriedung der Grenzregion Richtung SU war. Der Kampf spielte sich zwischen Weißen und Roten ab, die Bezeichnung hatte man vom Nachbarland übernommen. Die Weißen, mit mehr bäuerlichem politischen Bewusstsein, glaubten sich endlich aus Knechtschaft und Abhängigkeit zu befreien, doch man hatte ihnen eingeredet, es  im Kampf gegen die „Moskauhörigen“, wie man sie titulierte,  tun zu müssen, eine Diskriminierung, eine Lüge, ein fataler historischer Fehlgriff, denn gerade Lenin war es ja, der schon wenige Tage nach der Revolution in Petersburg als Allererstes ein Unabhängigkeitsdekret mit Finnland unterzeichnete. Das hatte er schon Jahre versprochen,  weil er wusste, wie sehr Finnland von jeher unter der Abhängigkeit, erst von Schweden, dann vom zaristischen Russland gelitten hatte. Doch wer wusste das noch? Nur die proletarisierten Massen im Süden, die Kontakt hielten zu den revolutionären Zeitungen, nur die, die überhaupt lesen konnten. Den Nordbauern gelang es auf die Nase zu binden,  dass Russland sie schlucken wolle. Und die es dort aufbanden, hatten Millionenschwere Interessen, sie mussten auch noch schnell, wegen ihrem Kriegsniederlagendilemma, Waffen absetzen, ein Problem, was heute auch nicht unbekannt ist, welch einen Einbruch würde es in der Waffenindustrie geben, würden es die Mächtigen  nicht ewig auf der Welt geschickt verstehen neue Kriege anzuzetteln.

Gnadenlose Ausbeutung

Die Roten kämpften ebenso für Unabhängigkeit, nämlich vom Kapital, und auch vom Ausland, denn sie sahen die Gefahr der Abhängigkeit bei den Ententemächten, weniger beim jungen revolutionären Russland.  Seit Jahren waren sie gnadenloser Ausbeutung ausgeliefert gewesen, nun hatte es Streiks gegeben, Lohnkämpfe, nun war die Zeit reif zu handeln, im Süden eroberten sie dafür die Macht. Montags hat in Tampere, neben dem Leninmuseum, in das ich kurz zum zweiten Mal ging, nur ein kommerziell betriebenes Spionagemuseum geöffnet, in dem ich lernen musste, dass die Welt der Spionage vor allem aus KGB-Agenten besteht. So hatte ich viel Zeit mir die Stadt anzuschauen. Fabrikschornsteine, wohin man sich wendet, selbst nach einer städtischen Wanderung durch einen Wald, über Felsen, an wilden Bachläufen entlang, alles mitten in der Stadt, kam ich am Ende wieder bei einem Fabrikschornstein raus. Dazu unendliche Arbeitersiedlungen, moderne Kasernenbauten der 20-iger, 30-iger, bis 60-iger Jahre in ähnlichem Stil, wie in Hamburg-Wilhelmsburg, Hamburg-Barmbek, aber grauer, heller, höher und daher eintöniger, diese modernen Unterbringungsstätten des Proletariats werden kontrastiert und ergänzt durch die kleinen Holzbautenviertel, die sich, vor allem etwas außerhalb Tamperes gelegen, noch fast gänzlich in ihrer historischen Ursprungsgestaltung erhalten haben. Heute sind diese Viertel bunt angestrichen, sozial kommunikativ, aber immer noch ärmlich, zum Teil jetzt sicher eher kleinbürgerlich bewohnt. Hier finde ich auch eine der letzten historisch erhaltenen Gemeinschaftssaunas in einem Hof gelegen, man wähnt sich etwa Hundert Jahre zurückversetzt.

Stadt der Arbeitermuseen

Am nächsten Tag besichtige ich dann erneut ein Arbeiterwohnmuseum, eine ähnliche Holzbautenanlage wie in Helsinki, auch kleinen Einzelhäusern ähnliche Reihenbauten, einstöckig,  in einem zusammenhängenden Viereckblock um einen Hof gelegen, der heutzutage  ein schöner grüner Garten ist, in der Mitte ein Waschhaus, ein Backhaus, seitlich eine Sauna, in den Kellern die  Plumpsklos. Hier ist alles noch altertümlicher, es sind Wohnungen im Zustand von 1848 erhalten. Ebenso wieder die genialen multifunktionalen Einzimmerwohnungen, diesmal ohne Kochgelegenheit, dafür mit Gemeinschaftsküchen in der Mitte jeweils dreier Zimmerwohnungen. Es gab allerdings auch Besitzer der Häuser, die lebten in Dreizimmerwohnungen mit etwas mehr Komfort, daneben gab es  Krämerläden, alles historisch sehr schön aufbereitet, nach Jahrzehnten geordnet, so dass man wie durch die Jahrhunderte ging. Die letzte Bewohnerin verstarb dort 1974, man bekam von den Erben die Erlaubnis alles genauso zu lassen, wie sie es bewohnt hatte. Wieder der erstaunlicher Einfallsreichtum in Bezug auf die Unterbringung von bis zu acht  Schlafplätzen auf 15 qm. Die moderne Variante erscheint aus kapitalistischen Gründen günstiger, da auf gleichem Fleck sechs Stockwerke, im Hochhaus manchmal 10 bis 30 aufeinander passen. Daher kam es auch aus diesem Grunde günstig für die 1929 auflebende Wohnungsbautätigkeit, dass die Holzblocks im 1918-Krieg zu Tausenden verbrannten. Am Nachmittag kam ich in den Arbeiterstadtteil Pispala, diese Wohngegend war allerliebst, die aneinandergeklebten und übereinander geschichteten Holzhäuschen sind heute von jungen Familien belebt und strahlen eine sozial eng miteinander verbundene Atmosphäre aus. Traumhafte Lage, geradezu karibischer Meeresblick über die blauen Weiten der Seenlandschaft und Inselwelt.

Freigesetzte Arbeiter in tiefster Krise

Danach geriet ich in den schon beschriebenen innerstädtischen Wald, von Felsen durchzogen, recht hochgelegen, so dass ich ihn Berg nennen würde, hatte ordentlich zu treten, wurde aber dafür auf der anderen Seite des Landrückens von Pispala mit einem erneuten Weitblick belohnt. Wie gesagt, erneut eine riesige Fabrik am Fuße des Berges. Alle Fabriken lese ich, haben nun in der Neuzeit des neoglobalisierten Zeitalters, spätestens 1990, als der Ostblockmarkt wegbrach, die Baumwollverarbeitungs-industrie international “verlegt” wurde,  ihre Arbeit eingestellt, die freigesetzten Arbeiter sind in eine tiefe Krise abgerutscht, haben „ihre“  Fabriken noch eine Zeit besetzt gehalten, dann aber alles verloren, daher nun die neue Armut, die man nun überall ein wenig hervorschimmern sieht.

Tampere 1918

Am nächsten Tag besuche ich endlich das Museum Varikki und da die Sonderausstellung „Tampere 1918“ eine großartige Ausstellung, bei der ich leider nur eine viel zu knappe englische Übersetzung im Begleitheft finde. Erschütternde Bilder, die mich vier Stunden in ihren Bann ziehen, Ruinen in Tampere bis zum Horizont, man sieht nur stehengebliebene Schornsteine, alle Holzhäuser drumherum abgebrannt, dazwischen liegen Leichen herum, viele Kinder. Später, als ich aus den Räumen wanke, spreche ich eine Mitarbeiterin an und sage, wir als Deutsche hätten geradezu eine Verpflichtung uns um die Aufarbeitung der Kriegshintergründe von Tampere 1918 zu bemühen, und dass es mich zutiefst erschüttere, wie unbekannt es in Deutschland sei, dass das kaiserliche Deutschland so tief in dieses Sache verwickelt wäre. Aufhorchen, Erstaunen, Aufmerksamkeit. Sie sah mich ganz anders an, sprach mit mir in anderem Tonfall, erzählte plötzlich einfach los, von ihrem Vater, ihrem Großvater und wie alles in den finnischen Familien verwurzelt und verwachsen und von dem Tampere-1918-Drama schwer durchzogen ist, ich nicke, ich interessiere mich, ich will immer mehr hören. Am Ende stehen ihr die Tränen in den Augen, der Direktor kommt hinzu. Ein großes Drama, sagen sie, so unnötig, so schlimm für unser Land, die Wunden sind noch lange nicht geschlossen.

Wird dort schlimmer als der Weltkrieg empfunden

Und ich sah und begriff, dass Tampere 1918 etwas ist, was dort schlimmer empfunden wird als erster und zweiter Weltkrieg, als Bombennächte und Hungerarmut, aber wo und wann hatte ich jemals in Deutschland jemanden sprechen hören von Tampere? Der Museumsdirektor erzählt von den Anstrengungen der Direktoren der Tamper´schen Arbeitermusen, die größtenteils in den alten Fabrikhallen untergebracht sind, sich in Finnland Gehör zu verschaffen und auch etwas internationale Aufmerksamkeit zu erringen. Wir setzen uns zusammen und entwickelten die Idee, vielleicht mit der RL-Stiftung Bildungsreisen nach Tampere zu planen, seither diskutiere ich mit jedem Finnen über diese Angelegenheit. Es ist erstaunlich, fast jeder hat in seiner Familie miteinander verfeindete Familienmitglieder, die sich bis zum heutigen Tage nicht versöhnt haben, tiefe Risse in den meisten Familien. Das schnell wachsende Kapital hatte die einen von den Farmen weggelockt, wo sie der Fürstenherrschaft gerade entronnen, noch schwer zu kämpfen hatten, waren eben erst proletarisiert, im Falle Tampere handelte es sich auch um unendlich viele Frauen, Näherinnen in der Baumwollindustrie, sie kamen alle aus dem Norden, es waren die Schwestern und Brüder derjenigen, die die Höfe erbten und dort blieben, aber ihr Bewusstsein entwickelte sich rascher, wie es die Zeit und gesellschaftliche Lage mit sich brachten. Ihre Brüder auf den heimatlichen Farmen aber waren diejenigen, die die Ententemächte dann leichten Fußes gegen die Kommunisten anheuern, instruieren, indoktrinieren und schließlich militärisch grundausbilden konnten, so dass sie gerade soviel konnten, um ihre Brüder, die vermeintlichen Vaterlandsverräter, wie man ihnen weiß gemacht hatte, möglichst schnell abzuschlachten. Die Proletarier nämlich besaßen keinerlei Ausbildung, sie hatten nur Hoffnung geschöpft und feierten auch die durch Lenin endlich gegebene und garantierte Unabhängigkeit. Ein vergessenes Vor-Spanien, Übungsfeld der schon damals blindhassenden Antikommunisten in Deutschland, mit den Zielen: Abwehr des Bolschewismus und Sicherung der Einflussnahme und Grenzen Richtung des jungen revolutionären Russland, zwecks Infiltration und Konterrevolution.

Werstas, Finlay´s Fabrik

Danach gehe ich in das Arbeitermuseum Werstas: Inmitten des Finlays´schen Fabrik-Komplexes gelegen, in eines gigantischen Fabrikdorfes, finden sich hier vor allem technische Geräte und Produktionsmittel, dazu Wohngegenstände und Bilder. Am Interessantesten die riesige Baumwollspinnerei, man ahnt noch den Ursprung, Handwerk, es kommt noch ein Produkt hinten raus, das einen Sinn hat, die Arbeiterinnen, um die handelt es sich im Wesentlichen, sind als Filmsequenzen auf große Fotos projeziert, und dabei als stolze Frauen gezeichnet, zeigen auf ihre Produkte, erzählen von ihren Arbeitsbedingungen, wie sie leben, wo sie wohnen und lieben das Produkt, das sie herstellen. Sie zeigen es. Ein Versuch ihnen Würde zu verleihen, ihnen als Personen, ihnen als gesellschaftliche Klasse.

Goldene Baumwolle

Als Fazit meiner Museumsbesuche fällt noch etwas auf:  Nach 1920 scheint es eine allgemeine deutliche Verbesserung im sozialen Standard gegeben zu haben, in ihrer Berücksichtigung, Beachtung, Wertschätzung. Es ist viel von “Genossenschaften” die Rede,  die proletarischen Siedlungen und Häuser haben fließend Wasser, Elektrizität, eigene Küchen bekommen.  Mag nach einem Krieg dem Bauboom geschuldet sein. Doch könnte es eventuell auch darauf  hindeuten, dass die Fabrikbesitzerklasse ein wenig  “Angst” bekommen hat, zumindest vor weiteren Volksaufständen, die sich doch nicht ganz historisch verschweigen lassen auf Dauer? Dann die Nähe der siegreichen Revolution in Leningrad? Wären die 20.000 also doch nicht ganz umsonst gestorben? Darunter zahllose Kinder, die sowohl mitgekämpft, wie mitgestorben sind? Interessant ist das äußerst lebendige aktuelle Aufarbeitungsbedürfnis,  die Zeit des Schweigens scheint vorbei zu sein, man will wissen. Die heutigen Stätten, wo etwas gesellschaftlich „produziert“ wird, liegen ausnahmslos außerhalb der Stadt in Glaskästen, wie auf weiteren Erkundungsfahrten herausfinde, dort wird an PCs geschrieben und Geld wohin auch immer, von wem auch immer, transferiert, wer soll das noch verstehen und das hat auch keinen Sinn mehr, verschwendete Lebenszeit so vieler Menschen. Wer wird dies Problem einst erforschen?

Verbesserungen nach 1920

Am Spätnachmittag dann noch ein weiteres Arbeitermuseum in den alten Holzblocks in Amuri angesehen, das auch wieder deutlich die Verbesserungen nach 1920 sichtbar macht. Mein Plan wird immer klarer: Excursionen zur Arbeitergeschichte nach Tampere organisieren. In Helsinki gibt mir ein Bibliotheks-Mitarbeiter spontan seine mailadresse, er kenne allein an der deutschen Schule in Helsinki zahlreiche Schüler, die sich für solche Exkursionen als Übersetzer finden würden.

Roma mit Ziehwägen

Als ich am Abend im sonnendurchfluteten Park liege, flutet mir nur Lenin und die Notwendigkeit deutscher Aufarbeitung durch den Kopf. Abends im Park bei hellem Sommerlicht wimmelt es von jungen Leuten, dazwischen wie in Berlin-Kreuzberg,  herumwuselnde Roma mit Ziehwägen, in denen sie Plastikflaschen in hoch aufgetürmten Mengen sammeln. Die Menschen kennen sie offenbar, geben ihnen ihre Büchsen und Pfandflaschen. Das sind die heutigen Beschäftigungssektoren an den Rändern der Dienstleistungsgesellschaften. Die Silouette der Fabriklandschaft am gegenüberliegenden Ufer einer pulsierenden Stromschnelle, wimmelt von Leben, viele Cafes, Kulturstätten, Restaurants hat man in den ausgedienten Fabriken errichtet, für mich alle unbezahlbar, die Preise ein Drittel höher als bei uns, wieviel verdienen die Arbeiter dort? Wieviele haben keine Arbeit? Wieviel haben sie dann im Monat? Auch das sind weitere Fragen.

Teppichwaschanlage am See

Nachts befinde ich mich an einem Seeufer mit einer typisch finnischen Teppichwaschanlage, einem in den See hinaus gebauten Holzsteg mit Geländer und Tischen. Da hängt wirklich ein Teppich. Das waren Feste, hatte mir am Vortag  eine finnische Frau erzählt, als sie von früher sprach. Zusammen mit der ganzen Familie seien sie da immer zum Teppichwaschen an die Seeufer gegangen. Ich sehe es erst auf alten Fotos, dann erkenne ich es später am nächsten Strand wieder. Sie existieren  noch, kein Krieg hat ihnen etwas anhaben können. An diesem Abend sehe ich drei echte, noch nasse Teppiche darauf hängen, dazu eine Art Mangelapparat, ganz modern, auf zwei Beinen und aus Metall, würde man kaum wegschleppen können, aber ist auch nicht angekettet, dazu Wasser und Becken, sogar Seife in einer kleinen Schüssel. Mitten in der Nacht, ich schaue während meiner Zeit in Finnland bis zum Einschlafen aus meinem Busfenster, mitten in der Nacht also, kommt eine Familie und nimmt zwei ihrer Teppiche mit, den nassen lässt sie noch hängen.

Wer hat davon profitiert?

Ich lese nicht mehr, schreibe nicht mehr, schaue nur noch dem Naturschauspiel einer am Horizont von West über Nord nach Osten schwimmenden Sonne zu. Davor der im Wind schaukelnde Teppich, dahinter kleine und größere Inseln, Streifen glitzernden Wassers, und durch das Verschieben des immer sonnenuntergehenden Lichtes ewig ein neues Bild. Großartig. Und doch so viel Tränen in diesem Land. Durch uns mit verursacht, das sollte bekannter werden. Das sollte weiter erforscht werden. Wer hat davon profitiert? Sollten im auslaufenden Kriegsjahr schnell noch die Restbestände nun unsinnig gewordener Waffenproduktion “entsorgt” , sprich verkauft werden? Auf welchen Militärakademien in Deutschland wurden die nordischen Finnenlandbauern ausgebildet, welche aus Deutschland  fliehenden Kriegsverbrecher haben sich im Norden Finnlands vorübergehend ein neues Betätigungsfeld gesucht? Wer bezahlte das? Tausend weitere Fragen.

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