Sexueller Missbrauch – (k)ein Thema
Ausgehend von einem persönlichen Bericht über sexuellen Missbrauch in der Familie wird das Problem allgemeiner diskutiert
Ausgehend von einem persönlichen Bericht über sexuellen Missbrauch in der Familie wird das Problem allgemeiner diskutiert
7.5.10 / junge welt / Feuilleton Ein unglücklich Liebender ist vergleichbar mit einem Gefangenen in Einzelhaft…«, »Menschen, die hochgradig gewalttätig sind, schaffen es, daß ihre Opfer sich schuldig fühlen« – diese zwei Zitate von Sarah Kane werden ihrem Stück »Zerbombt« im Theater Vorpommern vorangestellt. Sie sind leise aus Lautsprechern zu hören. »Zerbombt« (»Blasted«) war 1995…
Selbstorganisierte Frauenhilfsorganisationen waren die ersten, die sich schon seit den frühen 80-iger Jahren durchgehend bis heute für von Missbrauch betroffene Frauen und Mädchen einsetzten. Sie waren auch die ersten, die Selbsthilfeorganisationen aufbauten, sie nannten sie „ Wildwassergruppen“. Warum Wildwasser? Weil es wie ein tiefes Wasser ist, in das die Betroffenen versinken möchten vor Scham und…
Haus Drei in der Hospitalstraße 107 in Hamburg, der Saal füllt sich, 70 Frauen sind es bestimmt, die gekommen sind, die Soziologin und radikalsozialistische Feministin Pinar Selek zu hören. Pinar Selek ist eine überaus sympathische, junge Frau, die viel lacht. Sie lebt in der Türkei, veröffentlichte Studien über die Gewalt an Straßenkindern, an Sexarbeiterinnen und…
23.04.2010 / junge welt/ Feuilleton Stimmt es, daß wer einen bestimmten Stoff braucht, um sich gut zu fühlen, in Wirklichkeit nur deshalb einem Gefühl hinterherjagt, weil er im wirklichen Leben eine Lücke spürt? Beim neuen Grips-Stück »Big Deal?« hat der Regisseur Robert Neumann das Kunststück zuwege gebracht, die Aristotetelischen Theatergesetze (Einheit von Zeit, Ort und…
10.04.2010 / junge welt / Feuilleton / Seite 13 Keine Stadt Deutschlands verkörpert den Kapitalismus derart typisch wie Hamburg. Es ist der Ort, in dem das Kapital geradezu »überschäumt« und »auf seinem Weg immer mehr Mißverhältnisse, immer mehr Chaos und Krisen«, das heißt immer mehr Armut schafft (Lenin, Band 39, S.11). Laut Manager Magazin wohnen…
07.04.2010 / junge welt / Feuilleton / Seite 12 Was ist die Perspektive aus all dem Elend, das dem kleinen Mann in der Regel so passiert? Wenn man Dario Fo fragt: „Bezahlt wird nicht!“ Natürlich nicht einfach so, sondern als Reaktion auf ständige Preiserhöhungen bei gleichzeitigem Reallohnabbbau und drohendem oder schon eingetretenem Arbeitsplatzverlust. Und dann…
Am 8.10.2007 war unter obiger Überschrift in der jw zu lesen, dass wir schon sechs Jahre lang Krieg in Afghanistan haben, dass man in den USA bereits vom „World War IV“ spricht, (WW III war der Kalte Krieg), wo es bei uns immer noch hieße: „Wiederaufbau“ und dass es neun Tote bei Anschlägen in Bagdad/Irak…
In der Pädagogik tobt die Debatte: Inklusion versus Integration. Integration reiche nicht. So sagt man an den Hochschulen und schreibt man in den Fachzeitschriften, nachdem man statt Sonder- und Förderpädagogik für jeden eingeführt, dieselbe ganz stillschweigend abgeschafft hat. Nun heißt es, Inklusion müsse her, was soviel heißt wie: Umarmung, Einschluss. Hört sich gut an, kann…
Luise Pusch kennen wir von „Wahnsinnsfrauen“ und anderen klugen Büchern, die feministische Sprachforscherin hat sich verdient gemacht um die Infragestellung der männlich getönten Sprachgrammatik, mit der Frauen durch schlichte Nichtbenennung an den Rand gedrängt und vergessen werden. So verschwinden sie aus der Wahrnehmung, sogar aus ihrer eigenen und es erscheint schon als Einseitigkeit, wenn „man“ sie einmal zufällig in irgendeinem…