In meinem Kopf ein Universum – Filmrezension

Dieser polnische Film, ( Regie Maciej Pieprzyca), nach einer wahren Geschichte ist ein Juwel. Er widerlegt die letzten Vorurteile gegenüber behinderten Menschen, die sich noch immer hartnäckig halten. Zum Beispiel die, dass diejenigen, die nicht sprechen können, auch nicht denken können.  Es wird die Kindheit und Jugend bis ins Erwachsenenalter eines Menschen dargestellt, der darum kämpft, dass die anderen endlich begreifen, „dass er kein Gemüse ist“.  Sehr glaubwürdig, humorvoll, äußerst differenziert und sehr echt gespielt. Sämtliche Nebenrollen sehr gut besetzt, ein Film, der wirklich lohnt! Die sonderpädagogischen Fachdisziplinen ordnen Menschen Diagnosen zu, viele, die sich nicht verständigen können, wurden und werden immer noch als „geistig behindert“ eingestuft, obgleich doch diese Zuschreibung äußerst fragwürdig ist. Der Film wird aus dem Blickwinkel eines Nichtsprechenden gedreht, der denken kann und sich dagegen wehrt als „geistig behindert“ angesehen zu werden, Sehr aufwühlend! 

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