Woyzeck als Tanztheater – Rezension
jw /Feuilleton / 27.3.12
jw /Feuilleton / 27.3.12
Das Berliner Ensemble (BE) hat einiges hinter sich, kein Ereignis aber ließ es so aus den Fugen geraten wie die Wende. Hatte Brecht zwar den Stalinismus immer kritisch gesehen, so war er doch in soweit Kommunist, dass er im kalten Krieg-Westen kein Theater machen wollte. Nach Brechts Tod haben die Schüler Brechts und seine Schauspieler…
jw /feuilleton/ 31.1.2012 Die Neuköllner Oper hat sich etwas vorgenommen: Das griechische Drama auf die Bühne zu bringen. Oder vielmehr, das zeitgenössische Drama um Griechenland. Um Stücke von Aristophanes oder Sophokles geht es der Neuköllner Oper dabei weniger. Ziel sei zum einen nämlich gewesen, den momentan gängigen Ressentiments gegen das hellenische Volk entgegenzuwirken, und zum…
Im Burgtheater in Wien setzte Thomas Vinterberg im März 2010 sein (Film-)Projekt „DAS FEST“ in einem Stück mit Namen „Das Begräbnis“ fort. Zehn Jahre nach der sensationellen Aufdeckung des bis dahin sorgfältig gehüteten Familiengeheimnisses treffen die Protagonisten noch einmal im Hause des Vaters zusammen. Dort spukt der Geist des Vaters durch die Räume und die älter…
junge welt /14.9.10 Geschichten von hier« wollte das Deutsche Theater Berlin zur diesjährigen Saisoneröffnung erzählen. Bis Sonntag gab man ein kleines Theaterfestival namens »Parzelle Paradies«. Der Titel stammt von Annett Gröschner, die so ihre Berlin-Reportagen-Sammlung genannt hat, die 2008 im Nautilus Verlag erschienen ist. Um genau zu sein, ist der Titel einem Theaterstück entlehnt, das…
27.7.16 jw/ Feuilleton/ S.11 Wer sich mit den Geschichten untergetauchter jüdischer Menschen in Berlin zur Zeit des Faschismus beschäftigt hat, der kennt Stella Goldschlag. Stella war eine, wie man damals sagte, »arisch« aussehende Frau, die von den Nazis zur Jüdin gemacht wurde. Eine Zuschreibung, die sie für sich selbst niemals akzeptierte. Statt es zu…
Ich bin nicht Rappaport – Das erste Stück unter der künstlerischen Leitung von Sewan Latchinian in den Hamburger Kammerspielen Den Theaterintendanten der Hamburger Kammerspiele, Axel Schneider, hat der Ruf Latchinians, unbequem zu sein, nicht abgeschreckt. „Es ging in Rostock um die Schließung mehrerer Sparten. Das hat er verhindert. Das war eine Leistung für die Kulturstadt…