Fukoshima-Arbeiter wegen “Übelkeit” ins Krankenhaus

Heute sei der erste Arbeiter in Fukoshima „wegen Übelkeit“ ins Krankenhaus „gegangen“, so hieß es im Radio. Na so was, wegen „Übelkeit“!  Die Medien sind doch unübertroffen in ihrem Informationswert, vor Tagen hieß es, dass in Tschernobyl seinerzeit 28 Arbeiter gestorben wären.

Wir aber wissen, dass nicht nur die IAEO (internationale Atombehörde, eng mit den Betrieberfirmen verbandelt) lügt, sondern auch unsere hier so wertfrei daherkommenden DPA-Pressemeldungen.

Haarzellen, Blutzellen, Darmzellen!

“Der erste”, hieß es, dies kann schon nicht stimmen, weil man schon mal welche unter einer blauen Plane ins Krankenhaus laufen sah, die wollten ihr Gesicht nicht zeigen, obgleich doch die radioaktive Brühe in ihre Schuhe gelaufen war.  Warum wohl nicht?  Erinnern wir uns: Radioaktivität zerstört die sich schnell teilenden Zellen: Haarzellen, Blutzellen, Darmzellen. Folgen: Haarausfall, Blutungen aus Mund, Augen, Nase und überall unter der Haut, also Blaufärbung, solche Bilder sollen nicht gezeigt werden, die müssen versteckt werden, will man sich nicht die Kugel geben, wenn man dort Regierungspräsident oder Betreiberfirma ist.

Die Wendung “übel geworden” suggeriert etwas Vertrautes

Die Wendung „übel geworden” suggeriert etwas Vertrautes, kann jedem passieren, nicht so schlimm.  “Gegangen” hieß es weiter, das kann auch nicht stimmen, denn es hieß danach, er hätte “aus Schwäche” nicht mehr laufen können. Aber “gegangen” hört sich besser an als “eingeliefert worden”, irgendwie aktiver, als habe er noch eine Chance, als sei das Schlimmste, was jeder argwöhnt, die Strahlenkrankheit, noch nicht eingetreten. Himmel nochmal! Wer soll das glauben?

Unabhängige Informationen 

Wir müssen diesen Verharmlosungen unabhängige Informationen entgegensetzen. Dr. Sebastian Pflugbeil, die Gesellschaft für Strahlenschutz, die IPPNW, Greenpeace, sie alle gehen von weit über 200.000 Toten nach Tschernobyl aus und mehr als fünfmal soviele Krebskranke und Menschen mit Genschäden.

Es herrscht ein weit in die Zukunft hinein wirkender  Krieg 

Es herrscht Krieg, wenn ein Atomkraftwerk hochgeht, es herrscht ein momentaner und ein weit in die Zukunft hinein wirkender Krieg. Ein Krieg gegen das eigene Volk, ein Krieg gegen junge Menschen und Kinder, ein Krieg, der ein Verbrechen ist. Dieses als „Restrisiko“ zu titulieren, gar  einkalkulieren zu wollen, oder es mit Märchenmeldungen wie den obigen kleinzureden, ist aber schon das zweite Verbrechen, das geahnt werden muss.

Keine Märchen mehr

Lassen wir uns keine Märchen erzählen, informieren wir uns selbst und informieren wir die Menschen. Widerstand gegen diejenigen, die diesen Krieg Technik nennen und es wagen, unsere lächerlichen Konsumbedürfnisse mit solch einem Verbrechen bezahlen zu wollen.

Abschalten Sofort!   

www.mahnwache-kanzleramt.de

2 Antworten auf “Fukoshima-Arbeiter wegen “Übelkeit” ins Krankenhaus

  1. habe mich laut ihrer anweisungen informiert und tatsächlich sind trotz des supergaus in japan keine menschen an erhöhter strahlung gestorben -seltsam oder?

    1. Ich weiß nicht, ob ich das glauben kann, ehrlich gesagt, ich glaube das nicht, wo haben Sie sich denn informiert? Auf der anderen Seite stirbt man heute daran schleichend, zuerst haben die Tschernobyl-Kinder diese Blutarmut bekommen (in den ersten 5 Jahren), mit Abwehrschwächen, ständiger Erkältungsneigung usw., dann erst begannen die Schilddrüsen- und anderen Karzinome. Und wer weiß, was weiter mit den japanischen Obdachlosen-Liquidatoren passiert und noch weiter passieren wird?

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